Weil ja kürzlich Christi Himmelfahrt war und ich mich als alter Oberministrant mit Erlöserfigurenen gut auskenne, machen wir heute einen kleinen Ausflug in die wunderbare Welt des schlechten Kleidungsgeschmacks und der Superkräfte. Also schlüpft in eure Superhelden-Pyjamas oder bindet euch zumindest die Krawatte um den Kopf, es wird hart nerdig.

Lob und Preis Dominik Horn netzstrategen mangold einfrieren

Keine Panik, es erwartet euch keine Werbeveranstaltung zu Pharaonenbier, obwohl es sehr süffig, mit raffinierten Zutaten verfeinert UND kulturell wertvoll ist. Die Geschichte hört zwar, wie jede gute Geschichte, mit Bier auf. Angefangen hat sie aber letztes Jahr. Also: Schlapphut auf, Lederjacke an, wir machen jetzt eine Runde Nahvergangenheitsarchäologie.

Wenn ich mit Redakteuren über Tracking rede geschieht immer das Gleiche: Die Sportredakteure fragen „Und, wieviel hab ich?“, die Kulturredakteure rutschen in ihrem Sitz ein bisschen tiefer und die Politikredateure winken ab „Ich weiß von wem ich gelesen werde! Der Elite!“. Was alle verbindet ist, dass Tracking immer mit Misstrauen und einer Portion Angst begegnet wird. Zu Unrecht. Nur rein in den Streichelzoo, es beißt nicht.

Als Germanist altert man vor der Zeit. Das liegt in erster Linie daran, dass man und frau den ganzen Tag damit verbringt Sachen mit komplizierten Sätzen von alten Männern zu lesen, die schon lange tot sind. Der Vorteil: Da Goethe in absehbarer Zeit nichts mehr schreiben wird, ist es leicht sich da einzulesen. Der Nachteil: Man hält alles Neue für heidnisches Teufelszeug. So zum Beispiel dieses komische Influencer-Marketing. Aber wer keine Ahnung hat, soll besser mal Fragen stellen. Also habe ich mir heute Isa in die Kolumne geholt.

Ich wohne schon seit über einer Dekade in meiner Wahlheimat Karlsruhe und fühle mich dort sehr wohl: Der öffentliche Nahverkehr ist hervorragend. Ich komme mit dem Rad in kürzester Zeit und am Stück überall hin. Doch eine Sache treibt mich immer wieder auf die Palme – wie es in Lebensgemeinschaften halt so ist. Daher kommt jetzt das Operationsbesteck der Küchenpsychologie auf den Tisch und der Onkel Doktor bittet zur Intervention. Karlsruhe, wir müssen über deinen komischen Geltungsfimmel reden.

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Zwei Jahre Chromebook: Ein Erfahrungsbericht

Google Chromebook
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Gute 25 Jahre PC-Nutzung - von Anfang an mit Windows. Dann raucht im wahrsten Sinne des Wortes mein teures und gar nicht so altes Lenovo-Notebook ab. Und ich bestelle mir einfach ein Chromebook und bin schneller weg aus der Windows-Welt, als ich es für möglich gehalten hätte. Zwei Jahre ist das nun her - und ich habe zwischendurch immer wieder über meine Erfahrungen mit dem Chromebook berichtet.