WordPress Plugin-Tipp: Gravity Forms

Braucht ihr ein Umfrage-Formular auf eurer Website? Oder veranstaltet ihr regelmäßig Seminare / Kurse und braucht eine Online-Anmeldung? Wir haben unseren Favoriten für all diese Problem-Stellungen gefunden und sind seitdem einfach happy. Ich möchte euch heute das Plugin Gravity Forms vorstellen.

Wie dem einen oder dem anderen unter Umständen schon bekannt ist, setzen wir in unseren Projekten ganz häufig WordPress (WP) ein, das wohl weltweit bekannteste Content Management System (CMS).
Für einen ordentlichen Webauftritt brauchen wir aber auch einige WP-Plugins, die die Website um die nützliche Features erweitern. Eines davon steht immer auf unserer Erweiterungen-Liste – Gravity Forms – ein Plugin, das wir insbesondere zum Bauen der komplexeren Formulare gerne nutzen. Weil wir echte Fans vom Plugin sind, nutzen wir es in allen unseren Projekten, egal, ob wir nur ein einfaches Kontaktformular brauchen oder aber ein komplexes Umfrage-Formular benötigen. Nach ein paar Praxistests war uns einfach klar, das ist die ultimative Waffe unserer Wahl :)

Einsatzgebiete & die Kosten

Die 39$ für die Personal License (das kleinste Lizenz-Paket) sind eine super Investition: Schon für das kleine Geld bekommt ihr an sich ein ordentliches Paket, lediglich die Add-Ons sind hier nicht enthalten. Aber für eine überschaubare Webpräsenz sind die Add-Ons meistens auch nicht notwendig.
Wenn jemand einen Online-Shop aufbaut, dann sollte die Add-Ons-Liste genauer untersucht werden, denn Gravity Forms bieten durch die Add-Ons eine Reihe hilfreiche & interessante Möglichkeiten bzw. sehr komfortable Integration anderer Services. Um hier nicht abstrakt zu bleiben, nenne ich aus Erfahrung die beliebtesten Gravity Forms-Add-Ons: MailChimp Add-On, Dropbox Add-On, Paypal Payments Standard / PayPal Payments Pro Add-On.

Handhabung & Installation

Die Handhabung ist super einfach. Klar kann das eine sehr subjektive Meinung sein, aber nach der jahrelangen Erfahrung und zahlreichen Schulungen, hatte ich bis jetzt nur begeistertes Feedback zum Plugin.

Die Installation ist wie auch bei den meisten WP-Plugins an sich sehr einfach bzw. läuft ähnlich ab. Voraussetzung ist natürlich ein Gravity-Forms-Account, um die zip-Installation-Datei zu downloaden. Der Rest läuft dann nach dem üblichen Muster über WP-Backend: hochladen, installieren, Plugin aktivieren.
Über FTP-Server funktioniert das ganze natürlich auch, d. h. die Wahl des Weges ist Ihnen überlassen.

Oberfläche & Features

Das Plugin integriert sich, könnten man sagen, nahtlos ins WordPress-Backend, man findet das Plugin-Menü in der linken WP-Menüleiste.
gravity-forms-wp-menue

Neues Formular erstellen

Dazu einfach auf den Menüpunkt “Neues Formular” klicken. Der Name des Formulars ist ein Pflichtfeld, die Beschreibung könnt ihr im Prinzip überspringen. Diese ist dann hilfreich, wenn ihr nicht alleine mit den Formularen arbeitet. Die Beschreibung kann den “Außenstehenden” helfen, detailliertere Infos oder Hinweise zur Form zu geben.

Formular-Editor

Im nächsten Schritt gelangt ihr in den Formular-Editor, mit dessen Hilfe ihr die Formulare erstellen / bearbeiten könnt.
Sehr nützlich ist bei der ersten Nutzung des Editor bzw. jedes Mal nach dem Klick auf “Neues Formular”-Menüpunkt die kurze Anleitung zum Erstellen eines Formulars. Ich kann euch aber versichern, dass ihr nach ein paar Runden auch ohne Anleitung gut zurecht kommen werdet, und wenn die Formulare sich wiederholen, werdet ihr schnell ein Fan vom Kopieren (Duplizieren) & Anpassen von Formularen.

Die Felder-Bibliothek

Der Aufbau der Formulare bei GravityForms funktioniert nach dem Baukasten-System. Es gibt eine „Bibliothek“ von Feldern, die man sich einfach zusammenzieht und gleich, oder nachdem alle Felder im Formular sind, die Reihenfolge dieser Felder bestimmt.
Gravity Forms Felder

Die Felder-Namen sprechen glaube ich für sich. Auf alle Felder einzugehen, würde hier einfach den Rahmen sprengen, daher würde ich hier gerne nur ein paar besondere Felder & Features erläutern, die meiner Meinung nach, das Plugin auch so besonders machen.

Geheimtipps unter Standardfeldern

Gravity Forms Standardfeld Seite
Von den Standardfeldern wollte ich besonders das Seite-Feld erwähnen, da es evtl. nicht ganz klar ist, was sich dahinter verbirgt.
Mit diesem Feld ermöglichen Gravity Forms Formulare, die über mehrere Seiten gehen und beim Ausfüllen der Fortschritt-Status der Bearbeitung angezeigt werden soll, zu bauen. Solche Formulare kennt man insbesondere im Zusammenhang mit Umfragen. Im Bild links hier seht ihr, wie das aktivierte Feld dann im Backend aussieht.

Ein weiteres erwähnenswertes Feld unter den Standardfeldern ist meiner Meinung nach noch das Verborgen-Feld. Dieses eignet sich gut für die Übergabe der Parameter, so z. B. wenn ihr auf mehreren Seite das gleiche Formular einbindet, könnt ihr über das verborgenes Feld den Titel der Seite mitübertragen, um spätestens bei der Webanalyse oder beim Auswerten der Conversions genau nachvollziehen zu können, von welcher Seite wurde das Formular gesendet.

Geheimtipps unter erweiterten Feldern

Hier finde ich das Listenfeld sehr interessant. Damit könnt ihr in den Formularen besonders bequem Listen-Eintragungen generieren. Diese kann man sogar in mehrere Spalten einordnen. Wir haben das Feld z. B. ganz oft im Einsatz bei den Anmeldeformularen, wo wir die Daten zu den Teilnehmern – Name, Vorname, Bereich – abfragen und diese dann wunderbar sortiert & übersichtlich bei uns ankommen.
Gravity Forms - Listenfeld

Highlight-Feature – Logische Bedingungen

Was Gravity Forms besonders ausmacht ist sicherlich die Möglichkeit, logische Bedingungen zu aktivieren. Dieses Feature ist sehr hilfreich bei komplexeren Formularen, wo Abhängigkeiten zwischen den Feldern bestehen, auf der Frontend-Seite bedeutet das, dass je nachdem welche Checkbox ein Nutzer auswählt (welche Option), wird ihm entsprechend ein weiteres passendes Feld angeboten.
Dieses Feature müsste besonders bei den Umfragen populär sein, aber auch in jedem beliebigen Formular, in dem eben die Abhängigkeiten bestehen.
Das Feature ist unter dem Tab „Erweitert“ bei jedem Feld, wo logische Bedingungen möglich sein können, zu finden.
Gravity Forms - logische Bedingungen

Highlight-Feature – Dynamische Befüllung der Felder

Dieses Feature finde ich auch sehr nützlich und besonders zeitsparend, wenn es darum geht, auf ein Formular von verschiedenen Produkten zu zugreifen. Ein einfaches Beispiel dafür wäre ein Kontaktformular mit der Auswahl der verschiedenen Leistungsbereiche zu nutzen. Das ganze wäre wie auch bei einem „verborgenen Feld“ mit der Übergabe der Parameter möglich.
Dafür braucht ihr ein Feld, z. B. ein Radiobutton-Feld mit verschiedenen Auswahlmöglichkeiten / Leistungsbereichen. Als nächsten Schritt müsstet ihr unter dem Tab „Erweitert“ (im Radiobutton-Feld) die dynamische Befüllung aktivieren und einen Parameternamen vergeben.
Gravity Forms - Automatische Felder Befüllung

Sobald ein Nutzer im Frontend auf der entsprechenden Landingpage auf den jeweiligen Leistungsbereich klickt, wird er auf die Kontakt-Seite (diese sollte mit dem Formular verlinkt sein) geführt, wo im Kontaktformular der angeklickte Leistungsbereich schon vorausgefüllt wäre.

Fazit

Wie ihr seht, es ist schon für wenig Geld möglich komplexe Formulare zu bauen, ohne dabei ein Entwickler- & Webdesigner-Team für die Erstellung, Verknüpfung oder Layout-Anpassung zu brauchen. Zum Ganz-Schick-Machen, unter Umständen schon, aber im Großen und Ganzen bringen die Gravity Forms das meiste mit.
Und das wichtigste ist, das Plugin ist sehr einfach zu bedienen, nach ein paar Praxisübungen werdet ihr ganz sicher zu Gravity-Forms-Fans & Profis.

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