Webwissen Tooltime: Offline-Tools für Screencasts

Ihr wollt am Bildschirm etwas erklären - und das auch gleich für die Nachwelt festhalten? Mit Screencasts könnt ihr ganz einfach zum Beispiel die Bedienung von Programmen zeigen. Die Aufzeichnung lässt sich dann immer wieder verwenden. Wir haben ein paar Screencast-Tools getestet und stellen euch heute drei Tools vor, die offline funktionieren.

Stephan Sperling hatte im ersten Teil über Onlinetools für Screencasts berichtet.
Viele, aber leider nicht alle, Anwendungsfälle kann man mit den Onlinetools abdecken.
Die Gründe hierfür könnten vielfältig sein, so möchte beispielsweise nicht jeder firmeninterne Schulungsunterlagen im Internet kursieren lassen.

VLC media player

Für einfache Lösungen bietet sich beispielsweise der VLC media player an, der zusätzlich zur Medienwiedergabe auch wahlweise Audiosignale oder auch den Bildschirm aufzeichnen kann.
Der VLC media player ist durchaus geeignet „mal eben“ eine Aufnahme des Bildschirms zu erstellen, wenn man allerdings Effekte oder einen Videoschnitt nutzen möchte, dann muss man hier zusätzlich auf weitere Software zurückgreifen.
Alexander Schmitt zeigt in seinem Video wie so eine Aufnahme mit VLC aussehen kann: YouTube-Link.

Hier ein paar Vorteile:

  • VLC ist einekostenlose, und quelloffene Software
  • es bietet eine große Vielfalt an nutzbaren Codecs
  • den VLC media player gibt es für nahezu jedes populäre Betriebssystem
  • die aufgenommenen Dateien können direkt nach dem Aufnehmen angesehen werden

Der Wermutstropfen:

  • Die Audio- und Videospuren müssen getrennt voneinander aufgenommen werden, und im Nachgang mit einer anderen Software zusammengeführt werden.

Movavi Screen Capture Studio

Das Screen Capture Studio aus dem Hause Movavi ist eine kostenpflichtige Software, liefert dafür aber auch einen erweiterten Funktionsumfang.
In Abgrenzung zum VLC media player wartet diese Software bereits mit einer integrierten Videoschnittsoftware auf, die sich recht einfach bedienen lässt und auch eine übersichtliche Sammlung von Effekten mit liefert, die für die meisten Fälle völlig ausreichend sind.
Die Sofahelden zeigen hier, wie die arbeit mit Movavi aussehen kann: YouTube-Link.

Hier ein paar Vorteile:

  • Die Software ist sowohl für den Mac als auch für Windows verfügbar
  • Einige Effekte & Übergänge werden angeboten
  • die Videoschnittsoftware liegt bei
  • die Dateien können direkt nach dem Aufnehmen angesehen werden

Der Wermutstropfen:

  • mit 7 Tagen ist die Testversion im Vergleich zu anderen Produkten recht kurz bemessen

Camtasia

Camtasia Studio aus dem Hause TechSmith ist eine weitere kostenpflichtige, gilt vielerorts als eines der mächtigsten Screencast Programme überhaupt, was sich unter anderem in den Funktionen und im Preis niederschlägt.
Dafür ist sie eine der wenigen Programme mit denen man auch interaktive Videos erstellen kann.

Hier ein paar Vorteile:

  • Interaktive Screencasts möglich
  • Die Software ist sowohl für den Mac als auch für Windows verfügbar
  • Umfassende Fülle an Effekte & Übergänge werden angeboten
  • die Videoschnittsoftware liegt bei
  • die Dateien können direkt nach dem Aufnehmen angesehen werden

Der Wermutstropfen:

  • Camtasia speichert die aufgenommenen Daten stets in einem proprietären Format ab, sodass man diese erst konvertieren muss um sie mit regulären Videoprogrammen wiederzugeben

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