WebWissen: Social Media Optimization

SEO, SEA, SEM und jetzt auch noch SMO?

Klingt wie ein neuer Rap Song der Fantastischen Vier, ist in Wahrheit aber ein weiterer wichtiger Streich in Sachen Online Marketing. Während „Suchmaschinenoptimierung“ den meisten ein Begriff ist und grundlegend das (onpage) Optimieren der eigenen Website für Suchmaschinen bedeutet, ist „Social Media Optimization“ (kurz: SMO) noch nicht wirklich in den Top 10 der Internet-Buzzwords angekommen.

Die Wichtigkeit wird jedoch schnell deutlich, wenn man das immer noch anhaltende Wachstum der Nutzerzahlen in Social Media berücksichtig. Bis 2017 erwarten Experten laut einer Social Media Studie von eMarketer einen rasanten Anstieg der Nutzerzahlen. Bis 2012 war gerade mal die Hälfte der deutschen Bevölkerung in sozialen Medien vertreten.

Social Media Studie 2013-2017 Wachstum von Social Media, social

Da dort also noch viel Potenzial schlummert, sollten man sich bewusst damit auseinander setzen, dem User auf diesen Plattformen gekonnt zu begegnen und ihm seine Aktivität so einfach wie möglich zu gestalten.

Der Kerngedanke von Social Media Optimization ist, die Optimierung der eigenen Website dahingehend, dass eine benutzerfreundliche Interaktion mit den Social Media Kanälen auf Nutzerseite möglich ist. Ähnlich wie bei SEO spielt sich der Prozess der Optimierung also direkt auf der eigenen Website ab und sollte das Ziel verfolgen, die eigenen Inhalte möglichst leicht zugängig und interaktiv zu gestalten, damit sie auf den sozialen Plattformen der User aufgenommen und geteilt werden können.

Der Begriff „Social Media Optimization“ wurde 2006 zum ersten mal von Rohit Bhargava verwendet und brachte „5 Regeln“ hervor, welche 2010 von ihm neu definiert wurden:

  • Create shareable content – Bereits bei der Content Erstellung sollte man im Hinterkopf behalten, dass der Inhalt attraktiv ist und über einen Mehrwert verfügt, den der User gerne in seinen sozialen Netzen teilt.
  • Make sharing easy – Die Bereitschaft des Users, Content von der eigenen Website zu teilen, steigt enorm an wenn die technischen Vorraussetzungen dafür gegeben sind und benutzerfreundlich funktionieren. Integrieren Sie Buttons. Social Buttons, RSS, Social Bookmarks und sonstige Widgets sind einfache technische Maßnahmen um dem Nutzer das „Teilen“ zu erleichtern. Wichtig ist jedoch die Auswahl der zu integrierenden sozialen Netzwerke, da nicht jeder Kanal für jede Zielgruppe relevant ist.
  • Reward engagement – Aktive und engagierte User sollten verstärkt Beachtung finden, denn sie sind maßgeblich für den Erfolg und die eigene Sichtbarkeit im Social Web. Wie genau man dies angehen sollte steht nirgends in Stein gemeißelt. Wichtig ist bloß, dass man es tut, damit der User eine Wertschätzung erhält.
  • Proactively share content – Den Stein der eigenen Inhalte ins Rollen bringen ist unerlässlich. Am besten nutzt man dazu die unzähligen Plattformen. Ob Slideshare, Videos, Tweets, Facebook Posts, oder RSS Feeds ist dabei ganz egal. Die Zielgruppe sollte vor Ort sein und den Mehrwert erkennen um die Inhalte weiter zu teilen.
  • Encourage the mashup – Der User soll Inhalte verwenden können und bearbeiten und mit seinen eigenen Gedanken „mischen“. Am Besten stellt man dazu einen RSS-Feed bereit und schafft eine der grundlegenden Eigenschaften des Web 2.0.
  • In Ergänzung zu den 5 Regeln von Rohit Bhargava ordnen einige Autoren dem Begriff SMO auch das „Optimieren der Profile in den sozialen Netzwerke selbst“ zu. Dies ist vorteilhaft für die Sichtbarkeit im Web. Positioniert man sich mit den eigenen sozialen Unternehmensprofilen in den SERPs, so macht man zusätzlich auf sich aufmerksam und verdrängt die Konkurrenz ganz nebenbei auch noch aus den Suchergebnisseiten.

    Streng genommen sollte dieser Punkt jedoch eher dem weiteren Begriff SMM (Social Media Marketing) zugeordnet werden, da das Betreiben von Profilen in sozialen Medien außerhalb der eigenen Website stattfindet, dem eigenen Markenauftritt dient und somit separate Konzepte benötigt. SMO (Social Media Optimization) sollte daher als Bestandteil von SMM (Social Media Marketing) verstanden werden, der jedoch auch für sich alleine stehen kann.

    Weiterführende Links:

    www.realsmo.com
    www.rohitbhargava.com

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