WebWissen: SERPs

In unserem neuen Format "WebWissen" erklären wir Begriffe aus der digitalen Welt. Wir geben Tipps und erläutern im Detail vermeintlich logische Schlagwörter, damit ein jeder bei Bedarf seine digitalen Wissenslücken schließen kann. Heute: SERPs

Die Abkürzung SERP steht für Search Engine Result Page, also die Suchergebnisseite, die Google nach einer Suche anzeigt. Je nach Suchphrase kann sie ganz unterschiedlich aussehen und neben den klassischen Suchtreffern auch jede Menge andere Infos anzeigen. Am bekanntesten sind wohl die AdWords-Anzeigen sowie Google Maps beziehungsweise Google Places Anreicherungen. Der Artikel gibt Ihnen einen grundlegenden Überblick darüber, was auf den Suchergebnisseiten so alles angezeigt werden kann.

Organische Suchergebnisse – die klassischen SERPs

Schon seit es Google gibt ist das grundlegende Erscheinungsbild gleich: Zehn Treffer pro Seite, jeder Treffer besteht aus Seitentitel, URL und Description:

Google Suchergebnis netzstrategen Facebook
Klassisches Suchergebnis: Titel, URL zur Seite und Beschreibung

Seit Mitte 2012 testet Google auch immer häufiger nur sieben Ergebnisse auf der ersten Suchergebnisseite. Testen Sie es doch mal mit einer Suche nach netzstrategen!

Google AdWords: Anzeigen in den SERPs

Den Großteil seines Vermögens erwirtschaftet Google mit Google AdWords Anzeigen. Diese werden nicht nur auf Websites ausgeliefert, sondern auch in der Google-Suche. Wie auf dem Screenshot zu sehen, werden sie oberhalb und rechts neben den Suchergebnissen angezeigt und sind mit dem gelben Tag „Anzeigen“ gekennzeichnet.

Google Adwords SERPs
Google AdWords Anzeigen in den SERPs

Anreicherung mit Rich Snippets

Rich Snippets sind Zusatzinformationen, die bei einigen Suchtreffern angezeigt werden. Allseits bekannt sind die gelben Sterne, die die durchschnittliche Bewertung eines Produkts, Films oder Orts anzeigen.

Google Rich Snippets
Rich Snippets: Breadcrumb Navigation und Auszug der Tracklist

Damit diese Zusatzinformationen angezeigt werden, bedarf es häufig Anpassungen am Code der Website.

Aufmerksamkeit erzeugen mit Autorenbildern

Wer bei Google+ aktiv ist, hat die Möglichkeit, sein Profil mit (s)einer Website zu verknüpfen. Das sollten Sie auf jeden Fall tun, wenn Sie einen Blog auf Ihrer Website betreiben. Ist alles korrekt umgesetzt, erscheint neben dem entsprechenden Treffer das bei Google+ hinterlegte Profilbild und die Info, wie viele Leute Ihnen dort folgen.

Autorenbild in den SERPs
Google-Stratege Stephan Sperling erscheint mit seinem Profilbild in den SERPs

Der Vorteil liegt auf der Hand: Ein Bild erzeugt Aufmerksamkeit, die Blicke werden zu Ihrem Treffer gelenkt und der User klickt eher auf dieses Suchergebnis – auch wenn Sie nicht auf Platz 1 ranken.

Update: Knapp zwei Wochen nach Erscheinen des Artikels hat Google die Autorenbilder wieder aus den SERPs verbannt – schade.

Google Places

Auch wenn Sie keine Website haben: Eine Adresse hat Ihr Unternehmen. Diese sollten Sie in einem Google Places Profil pflegen und aktuell halten. Warum? Darum:

Google Places Suchergebnisse
Lokale Suchergebnisse: Metzgereien in Karlsruhe

Auf Platz 1 rankt zwar die Website einer Metzgerei, danach werden aber sieben Treffer aus Google Places gelistet. Wer hier fehlt, verschenkt Potential.

Knowledge Graph – Wissen direkt auf der Suchergebnisseite

Der Knowledge Graph ist ein fantastisches Feature für alle Google-Nutzer. Je nach Suchanfrage zeigt Google schon direkt relevante Infos an – ohne dass Sie die Suchseite durch Klick auf ein Suchergebnis verlassen müssen. Geben Sie doch einfach mal die folgenden Suchbegriffe in den Suchschlitz ein:

  • 5 + 4
  • Wetter Karlsruhe
  • 100€ in $
  • Alben von Rihanna
Knowledge Graph bei Suche nach Alben von Rihanna
Knowledge Graph bei Suche nach Alben von Rihanna

Der Screenshot zeigt die Suchergebnisseite für „Alben von Rihanna“ und zeigt ein sehr breites Spektrum der möglichen Varianten des Knowledge Graph. Am oberen Rand erscheinen auf dunklem Grund die Albencover, die Albentitel sowie das Erscheinungsjahr. Ein Klick darauf startet eine Suche nach dem entsprechenden Album und liefert gezieltere Ergebnisse dazu. Dieses sogenannte Karussell ist nicht zu verwechseln mit den Universal Search Einblendungen der Bildersuche, die weiter unten zu sehen sind („Bilder zu alben von rihanna“).

Rechts neben der Trefferliste erscheint eine weitere Box aus dem Knowledge Graph. Informationen zur Person Rihanna werden als Snippet aus dem Wikipedia-Artikel angezeigt, darunter erscheinen in einer Liste unterschiedliche Lieder. Unter der Überschrift „Neueste Beiträge“ ist der letzte Artikel von Rihannas Google+-Profil zu finden.

Gibt es noch mehr?

Ja, viel mehr. Um sich einen Überblick über alle möglichen Features zu verschaffen, schauen Sie sich doch mal die folgende interaktive Infografik an:

Die ursprüngliche Infografik stammt von moz und wurde von Paul Gailey als interaktive Version angelegt.

Sehen alle die gleichen SERPs?

Nein. In Abhängigkeit von unter anderem dem

  • eigenen Surfprofil und den Interessen die Google einem zuschreibt,
  • dem Standort (Stichwort Local SEO)
  • und teilweise auch der Uhrzeit

berechnet Google ein persönliches Ranking.

Ihre Interessen laut Google können Sie übrigens hier einsehen und bearbeiten.

Learnings

Was können Sie aus dem Artikel mitnehmen? Nutzen Sie Rich Snippets, optimieren sie Ihre Website-Titel, pflegen Sie Ihren Google+-Auftritt und halten Sie auch Ihren Google+ Local/Places Eintrag aktuell. Machen Sie sich in der Google-Suche so breit wie möglich.

Wieso das wichtig ist? Schauen Sie sich den nachfolgenden Screenshot der Suche nach netzstrategen an – je mehr Platz Ihre Online-Präsenzen und Social Media Profile einnehmen, desto unwahrscheinlicher ist es, dass Suchende nicht auf ihren Seiten landen. Ziel ist es, in den SERPs so viel Aufmerksamkeit wie möglich zu erzeugen.

Sucheergebnisse für netzstrategen
netzstrategen SERP-Domination: alle Wege führen zu uns

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