WebWissen: RSS-Feeds – Nachrichten nach Maß

Neulich habe ich wieder mit meinem Schwiegervater telefoniert, und wir haben dabei auch über die netzstrategen gesprochen. Dabei bin ich gefragt worden: „Du hör mal, ich habe gesehen dass ich dir da per RSS folgen kann. Was ist das eigentlich?“ Zunächst war ich versucht, RSS mit einer Art digitalem Pager für Webseiten zu vergleichen, doch das wird RSS nicht ganz gerecht, weswegen ich es mit einem Beispiel probiert habe:

RSS hilft mir, bei einigen Themen immer auf dem Laufenden zu bleiben.

Grundsätzlich halte ich mich gerne über einige Dinge auf dem Laufenden, und nutze dafür viele Quellen. Einige davon veröffentlichen täglich neue Artikel, andere nur wöchentlich oder in unregelmäßigen Abständen. Für mich bedeutet das aber, jedes Mal auf die Seite zu gehen und schauen, ob es etwas Neues gibt.

Das kostet Zeit, und irgendwann fragt man sich, ob das Ganze nicht einfacher geht. Da gibt es zum Beispiel Newsletter, die man per Email abonnieren kann und so die neuesten Meldungen in sein Postfach bekommt.

Im Vergleich zu Newslettern funktioniert RSS sehr ähnlich, aber das darunterliegende Prinzip ist völlig anders:
Man muss sich nicht mehr unter Preisgabe seiner privaten Daten irgendwo registrieren, um an die gewünschten Informationen zu kommen, denn das eigene Programm sucht selbstständig danach.
Dies können entweder alle Artikel einer (Nachrichten)-Seite oder eines Blogs sein, alle Artikel einer Kategorie oder alle Artikel eines bestimmten Autors.

Der Betreiber der Website muss sich lediglich darum kümmern, dass er einmalig eine Schnittstelle bereit stellt, über die seine Beiträge automatisch im RSS-Format angeboten werden.
Wordpress kann dies beispielsweise von Haus aus .

Ein anderer netter Nebeneffekt dieser Technik – Spam ist damit völlig ausgeschlossen. Denn es gibt keine Emailadresse, an die man diesen schicken könnte.

Für die Nutzer bringen RSS-Feeds einige Vorteile:
· Schnelles Einrichten und „Abbestellen“ von Feeds, ganz ohne Angabe von persönlichen Informationen wie etwa der Emailadresse
· Genaue Auswahl, welche Beiträge man sehen möchte
· Zeitersparnis, da man nicht mehr aktiv die Seiten besuchen muss
· Einfach in alle gängigen Email-Programme einfügbar

Allerdings lohnt sich die Einrichtung von RSS nicht für jeden.
Wer selten im Netz unterwegs ist, oder häufig wechselnde Informationsquellen nutzt, der muss sich selbst Gedanken machen, ob RSS nicht mehr Zeit kostet, als es einspart. Wer darüber hinaus auch Artikel kommentieren möchte, der wird um den Besuch auf den entsprechenden Seiten nicht herumkommen.

Podcasts funktionieren im Übrigen sehr ähnlich, nur enthalten diese Mediendateien. Viele der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten (SWR, WDR, ZDF) bieten ihre Sendungen auch als Podcast an. Diese können auch heruntergeladen werden. Man muss dann nicht mehr pünktlich um 20.00 Uhr vor dem Fernseher sitzen, um die “Tagesschau” anzusehen.

Grundsätzlich erkennt man abonierbare Inhalte aber immer an dem RSS-typischen Symbol: (Quelle des RSS-Bildes: wikipedia.de)

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