WebWissen: Landingpage

In unserer allwöchentlichen Reihe WebWissen erklären wir Begriffe aus der Digitalen Welt. Wir geben Tipps und erläutern im Detail vermeintlich logische Schlagwörter, damit ein jeder bei Bedarf seine digitalen Wissenslücken schließen kann. In dieser Woche: eigentlich selbstverständlich, aber in der Praxis oft vernachlässigt: die Landingpage.

Landingpages (oder zu deutsch: Landeseiten) sind speziell für das Marketing eingerichtete Webseiten. Klickt ein Nutzer auf ein Werbemittel oder einen Eintrag in einer Suchmaschine erscheint diese Seite. Sie enthält oft ein klar umrissenes Angebot und endet mit einer sog. Call-to-Action – oder zu Deutsch: Handlungsaufforderung. Landingpages befinden sich oft tief in der Struktur einer Website, weil dem Besuch ein konkretes Interesse (in Form des Klicks) vorausgeht.

Entscheidend ist nach dem Klick

Ein wesentlicher Unterschied zwischen digitalem Marketing und klassischem Marketing ist die unmittelbare Öffnung des Rückkanals. Mit nur einem Klick kann der Nutzer reagieren. Diese Besonderheit erfordert ein Umdenken beim Marketer. Während seine Arbeit früher oft mit der Gestaltung des Werbemittels endete, geht sie im Netz eigentlich erst los. Denn entscheidend ist nach dem Klick. Nur wenn es gelingt, den Nutzer nach seinem Klick auch zur Bestellung zu bewegen, war die Werbung erfolgreich. Deshalb sind Landingpages für den Werbeerfolg von essenzieller Bedeutung.

Häufige Fehler in der Praxis

Ein häufiger Fehler im Online-Marketing ist, dass der Landingpage zu wenig Beachtung geschenkt wird. Noch immer findet man Werbemittel, die auf die Homepage verlinken, anstatt eine passende Landingpage zu verwenden. Das ist in der Regel äußerst ärgerlich für den Nutzer. Schließlich wurde ihm im Werbemittel bereits ein konkretes Angebot gemacht, auf das er reagieren möchte. Schickt man ihn nun auf die Startseite der Webseite, muss er seine Suche von vorn beginnen. Das endet selten in einer Bestellung und fast immer in einem frustrierten Nutzer.
Ein weiterer Fallstrick kommt durch das mobile Internet hinzu. So sind Landingpages oftmals nicht für mobile Endgeräte optimiert. Das war in den vergangenen Zeiten des „stationären“ Internet auch nicht so tragisch. Da aber immer mehr Menschen mit Smartphones im Internet unterwegs sind, sind nicht optimierte Landingpages echte Conversion-Killer. Denn die Landingpage sollte zur Aktion einladen und diese einfach ermöglichen. Rein- und rauszoomen stehen da schon mal im Wege. Besonders ärgerlich ist es bei Landeseiten für QR-Codes und E-Mailings, da diese oft bis nahezu immer mit dem Smartphone aufgerufen werden. Die Folge: katastrophale Wandlungsquoten. Da kann das Angebot noch so attraktiv sein.

Empfehlungen für die Arbeit mit Landingpages

Aus den obigen Erklärungen und unseren Erfahrungen lassen sich ein paar Empfehlungen für die Arbeit mit Landingpages ableiten. Wir haben die wichtigsten in einer kleinen Checklist aufgeführt:

  • Inhalte des Werbemittels zu Beginn aufgreifen. Der Nutzer soll sofort erkennen, dass er hier richtig ist.
  • Alle Ablenkungen, die nichts mit dem Angebot zu tun haben, ausblenden (z.B. Fremdwerbung).
  • Formulare so knapp wie möglich mit so vielen Feldern wie nötig ausstatten.
  • Die Handlungsaufforderung nicht verstecken. Wenn jemand bei uns bestellen soll, müssen wir es ihm auch sagen.
  • Landingpages responsive gestalten, damit sie auf jedem Endgerät komfortabel zu bedienen sind.
  • Unbedingt Analytics nutzen und unterschiedliche Landingpages testen, z.B. mit Hilfe von A/B-Tests. Nur so kann man vernünftige Schlüsse für die Conversion-Optimierung ziehen

Alle Beiträge von Lars

Unsere meistgelesenen Beiträge

Zwei Jahre Chromebook: Ein Erfahrungsbericht

Google Chromebook
|
Gute 25 Jahre PC-Nutzung - von Anfang an mit Windows. Dann raucht im wahrsten Sinne des Wortes mein teures und gar nicht so altes Lenovo-Notebook ab. Und ich bestelle mir einfach ein Chromebook und bin schneller weg aus der Windows-Welt, als ich es für möglich gehalten hätte. Zwei Jahre ist das nun her - und ich habe zwischendurch immer wieder über meine Erfahrungen mit dem Chromebook berichtet.