WebWissen: #hashtag

Der #hashtag und seine Entstehungsgeschichte

Die meisten haben ihn schon einmal gesehen. Aber nicht alle kennen ihn von Twitter oder anderen sozialen Netzwerken. Der #hashtag hat seinen Ursprung nämlich bereits im 12. Jahrhundert – da war an Twitter und Co. noch nicht zu denken, wohl aber an Musik. Dort wurde er geboren und ist er auch heute noch ein bekanntes Symbol.
Ab Mitte des 20 Jahrhunderts fand man das #hashtag-Symbol dann auch auf Telefonen und etwas später erreichte es die IT-Branche, wo es als Zeichen der Programmiersprache Anwendung fand. Von dort war der Weg nicht mehr weit: 2007 führte Twitter erstmals den „offiziellen“ #hashtag ein. Ein paar Jahre später folgen Facebook und Google+. Was sich seit 2007 alles getan hat ist in dieser wunderbaren Infografik von t3n zur #hahstag-History nachzuschauen.

Warum eigentlich #hashtags?

Hätten sie keine Funktion, so wären sie sicher längst wieder tot. Da sie aber sehr nützlich sind und richtig angewendet einen Mehrwert für Nutzer liefern, etablieren sie sich immer weiter und festigen ihre Daseinsberechtigung.

Vergibt man einen #hashtag, so vergibt man ein Schlagwort. Ähnlich wie bei einer Kategorie, lassen sich Inhalte nach diesem #hashtag filtern. Sucht man also bspw. bei Twitter nach „#selfie“, so erhält man alle Tweets, Fotos und dergleichen, die von ihrem Urheber mit diesem #hashtag versehen wurden. Dieses System funktioniert in nahezu allen sozialen Netzwerken und eröffnet damit viele neue Möglichkeiten. Reichweite, Filterfunktion für mehr Benutzerfreundlichkeit oder auch Anreicherung der Beiträge durch Kontext und Metainformationen – um mal die wichtigsten zu nennen. Das Bilden von Themenclustern, welche dann von Usern, die sich für diese Cluster interessieren, leichter gefunden werden, ist sicherlich der rudimentärste und sinnvollste Grund für #hashtags.

Wie setzt man #hashtags richtig ein?

Ein #hashtag ist leicht gesetzt. Es benötigt nur das Symbol # und ein darauf folgendes Wort, wahlweise mit Ziffern, jedoch ohne Sonderzeichen. Nach dem Veröffentlichen wird der gesetzte #hashtag zu einem Link, der zum besagten Themencluster weiterleitet.

Bei der tatsächlichen Anwendung kann man jedoch einiges falsch machen. Einige Nutzer neigen dazu, mit #hashtags um sich zu werfen. Das führt leider nicht zum Ziel sondern verwirrt i.d.R. nur. Hier ein solches Beispiel:

Wie man es richtig macht soll hier in Kürze zusammengefasst werden:

  • Wenn möglich, nicht mehr als 3 #hashtags pro Beitrag verwenden
  • #hashtags idealerweise in den Fließtext integrieren
  • Möglichst kurze, prägnante Worte wählen. Bei #hashtag-Kampagnen funktionieren emotionale Begrifflichkeiten besonders gut
  • Einzigartigkeit: Speziell für Kampagnen gilt, „unverbrauchte“, originelle #hashtags verwenden. So verhindert man eine Vermischung mit themenfremden Inhalten
  • Vorsicht vor „bashtags“! Gerade für Unternehmen mit etablierten #hashtags besteht die Gefahr des Missbrauchs durch Störenfriede. So kann eine Empörungswelle schnell ein Eigenleben entwickeln.
  • „Better check before you tag“ – bevor man einen #hashtag verwendet sollte man prüfen welche Art von Inhalt sich sonst noch dahinter bündelt


Einige gelungene #hashtag-basierende Kampagnen

#hashtags können für Unternehmen ein gezieltes Marketing-Instrument sein. So kann einer Kampagne oder einem Event ein individueller #hashtag zugeordent werden und bündelt somit nicht nur die Beiträge und Meinungen der User sondern gibt ihnen indirekt auch einen Kampagnenrahmen vor innerhalb dessen die User zum aktiven mitgestalten aufgefordert werden können. Dank der Verbreitung der #hashtag-Systematik können solche Kampagnen parallel auf verschiedenen sozialen Netzwerken stattfinden.

Ein sympathisches Beispiel liefert Axe mit der Kampagne #liegenbleiben. Nach dem Motto „Wenn alle #liegenbleiben, bleibt alles superfriedlich!“ engagaierte sich Axe für den Frieden.

Insgesamt nahmen 80.000 „Demonstranten“ teil, und luden ihrerseits knapp 200.000 Freunde ein. Tausende Beiträge mit dem Hashtag #liegenbleiben wurden in den sozialen Netzwerken Instagram, Twitter, Pinterest und Youtube geteilt.

Auch die Opel-Kampagne #umparkenimkopf, welche zur Neuwahrnehmung der Marke umgesetzt wurde war ein voller Erfolg.

Screenshot der Website zu #umparkenimkopf

Weitere gute Beispiele stellt t3n im Artikel „6 Kampagnen für die Hall of Fame“ vor.

Sie haben Fragen oder Anmerkungen? Nur raus damit, wir freuen uns von Ihnen zu hören und beraten auch gerne in Sachen #hashtag-Kampagne :)

Headerbild von flickr-User Michael Coghlan.

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