WebWissen: Content ist King, aber bitte mit Abwechslung

Mit informativen Artikeln auf eurer Webseite ist es nicht getan, wenn ihr damit nur ein Thema immer wieder aufgreift. Auf lange Sicht effektiver und ein gutes Mittel für die gezielte Ansprache mehrerer Zielgruppen ist Abwechslung in der Art des Contents. Was ihr abseits von Reportagen oder Produktinformationen machen könnt, erfahrt ihr hier.

1. Listen

Fangen wir mit dem effektivsten, weil aufmerksamkeitsstärksten an – Listen. Sei es die “1000 places to see before you die”-Variante oder einfach ein Ranking der beliebtesten Produkte im Online-Shop. Listen sind für den Leser schnell zu überfliegen, die Inhalte eher leichte Kost und sie regen immer zum Austausch an. Prima, genau das soll erreicht werden. Wenn dann der Liste noch eine kurze, knackige Überschrift vorangeht, die den Leser abholt und das Thema sofort umreißt, dann sind Listen dankbarer Content mit großer Wirkung.

2. Infografiken

Infografiken bieten eine gute Möglichkeit, Informationen interessant und in komprimierter Form aufzubereiten. Den meisten fallen jetzt sicher erstmal die üblichen Diagramme und Grafiken diverser Tabellenkalkulatoren ein. Zusammen mit einem Grafikdesigner können solche Zahlen jedoch in informative Kunstwerke mit schönem Design und Typografie verwandelt werden und bieten den Lesern optisch ansprechend aufbereitete Unternehmensinfos. Handelt es sich um allgemeine Grafiken, die auch ohne den Kontext der eigenen Webseite oder des eigenen Unternehmens aussagekräftig sind, kann durch die Verlinkung mit Copyright eben dieser Grafiken auf anderen Seiten auch damit jede Menge Traffic für die eigene Seite generiert werden.
Grafik Benchmark

3. Free guides

Kostenlose Guides oder White Paper sind zeitaufwendiger in der Erstellung als andere Content-Typen. Aber sie sind es wert. Sie funktionieren gut, wenn das Ziel ist, Leads zu generieren. Verlangt man für den kostenlosen Download die E-Mail Adresse im Gegenzug, ermöglicht dies eine weitere Betreuung dieser Leads im Nachgang und die Erweiterung der eigenen Adressdatenbank um qualitativ hochwertige Kontakte für weitere Marketingaktionen.

4. Vergleiche und Rezensionen

In Zeiten von Online-Shopping und diverser Vergleichsplattformen verbringen die Verbraucher viel Zeit damit, Produkte und Preise miteinander zu vergleichen. Für E-Commerce-Unternehmen bedeutet das, Vergleiche und Rezensionen zu veröffentlichen, die dem Interessenten fundierte Argumente und USPs für das eigene Produkt liefern, die das Produkt von der Konkurrenz unterscheiden und von anderen Kunden empfohlen werden. So könnt ihr erreichen, dass Kunden gar nicht erst vergleichen, sondern direkt auf der eurer Seite kaufen.

5. Interviews

Interviews sind ein einfacher Weg einzigartigen Mehrwert für die eigene Webseite zu erstellen und sich als Experte zu positionieren. Abhängig vom Interviewpartner sind zudem unterschiedliche Standpunkte oder Inhalte denkbar. Weiter gedacht kann ein Netzwerk mit einflussreichen Persönlichkeiten und Experten aufgebaut und genutzt werden, die branchenspezifisch, aber auch -übergreifend zu einem Thema sprechen. Wichtig ist, prägnant zu sein und immer den Mehrwert für den User im Blick zu haben. Video-Interviews können auch über Google+ Hangout oder Skype funktionieren und sind nicht zwingend vor Ort aufzuzeichnen. Für textbasierte Interviews bietet sich an, zehn bis zwölf Fragen an die Gesprächspartner zu schicken, mit der Bitte so viele Fragen wie möglich zu beantworten. Mit Interviews erhaltet ihr so wichtige Fachinformationen, die ihr auf der eigenen Seite veröffentlicht, weist euch aber selbst auch als Experte auf dem Gebiet aus. Ob als Video, Text oder Podcast muss von Fall zu Fall entschieden werden. Behaltet dabei immer die Perspektive eurer Zielgruppe im Auge.

6. Videos

Es gibt viele Orte, um Videos zu posten – YouTube, Vimeo oder Clipfish sind nur einige. Mittlerweile hat Facebook YouTube (fast) überholt, was das Einbinden und Anschauen von Videos betrifft. Es ist deshalb erstaunlich, wie viele Unternehmen es immer noch vermeiden, Videocontent zu erstellen. Viele schrecken vor der Produktion zurück, doch mittlerweile ermöglichen bestimmte Funktionen bei Google+ Hangouts oder Skype die leichte Aufnahme von Video-Content. Durch die Schaffung einer Norm für die Content-Qualität und Schulung für die Erstellung können bald Videos fester Bestandteil des Marketings sein und das Unternehmen von der Konkurrenz abheben. Welche Informationen für welche Zielgruppe oder Kanal eignen, solltet ihr zuvor in einem Strategiepapier definieren. Um euch dabei zu unterstützen, haben wir zehnTipps für YouTube-Einsteiger zusammengefasst.

7. Bilder

Wem Videoproduktion doch noch ein Schritt zu weit ist, der kann mit Fotos beginnen. Sie haben zwar nur limitierte Möglichkeiten, doch auch mit Bildern lässt sich wertvoller Content mit nachhaltiger Wirkung erzeugen. Einzelne Fotos können weite Kreise ziehen, gerade im Social Web. Sie sind der häufigste Content, der geteilt wird. Denkt nur an das Selfie von Ellen DeGeneres mit zahlreichen namhaften Hollywood-Schauspielern bei der Oscarverleihung 2014, das bislang als meist geteiltes Bild im Social Web gilt. Sicher können Unternehmen nicht mit solch prominenten Inhalten aufwarten, aber außergewöhnliche Reiseziele gepostet von Reiseanbietern, innovative Produktionsprozesse, Prototypen von neuen Produkten oder der Aufbau des Messestandes am Tag vor Eröffnung sind dankbare Motive, die Exklusivität und Mehrwert bieten. Zusammen mit Interviews, Hintergrundberichten oder Livetickern sind sie eine gute Ergänzung.
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8. Screencasts

Screencasts eignen sich für praktische Tutorials. Software-Anbieter können beispielsweise neue Features ihrer Software oder Apps demonstrieren. Auch im Hilfe-Bereich von Webseiten findet man mehr und mehr dieser Art des Contents. Die Erstellung ist einfach und wirkungsvoll für die User. Hat man keine neuen Softwarefeatures oder schwer zu erklärenden Inhalten, die Hilfestellung benötigen, aus Präsentationen lassen sich ebenfalls mit einfachen Mitteln Screencasts erstellen.

9. Sammlung

Weiterempfehlungen und Usermeinungen überzeugen mehr als harte Fakten. Also warum nicht mal die fünf besten Blogs, Facebook-Pages, Instagram-Accounts, Websites, Bücher, Experten im Branchenumfeld, die man selbst zur Informationsgewinnnung nutzt und die Aufmerksamkeit erregen seinen eigenen Usern weiterempfehlen?

10. Anfangen

Das Wichtigste. Bewährt haben sich Redaktionspläne, die Inhalte planbar machen und für die nötige Übersicht sorgen. Auch das Anlegen eines “Stehsatzes” kann nicht schaden. So wird gewährleistet, auch bei Wegfall von Themen oder Events regelmäßig Content auf der Seite zu platzieren.

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Die ursprüngliche Autorin des Beitrags ist Katja Rische.

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