Webanalyse: Cheats zum besseren Start

Bei ersten Kontakt mit der Webanalyse steht man häufig vor einem riesigen Berg und man sieht einfach nicht, wie man den ersten Griff findet. Ist man dann einmal unterwegs, verliert sich der Blick für's Wesentliche schnell und man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Hier ein paar Tipps, wie man diese Effekte verhindert.

Als erster – und als grundlegende Maßnahme – empfehlen wir die kostenlose Zertifizierung zum „Google Analytics Qualified Individual“ (kurz GAIQ – IQ; get it…). Damit bekommt man zunächst einmal alles Grundwissen, um Google Analytics (GA) nachvollziehen zu können und man wundert sich nicht mehr so sehr, warum man bestimmte Infos einfach nicht finden kann.

Die kostenlosen Online-Kurse kann man hier absolvieren – und dann unter diesem Link die Prüfung ebenfalls kostenlos ablegen. Wenn man fleissig ist, dann schafft man das in zwei bis drei Tagen. Ansonsten kann man sich dabei natürlich auch von uns helfen lassen.

Als kleiner Vorgeschmack auf die Kurse hier ein Video von Justin Cutroni, der sich selbst „Analytics Advocate“ nennet und für Google arbeitet.

Will man sich diesen Kurs nicht gleich komplett geben – oder braucht nur einzelne Infos daraus, der kann sich diese „Insider Tipps“ zu Herzen nehmen, mit denen ihr hoffentlich ebenfalls schnell zu eurem Ziel kommt:

  • Jeder Nutzer der Webanalyse braucht einen eigenen Zugang für eine bessere Nachvollziehbarkeit. Google Konten sind schnell angelegt – auch mit der Firmenadresse. Kann man hier machen.
  • Jedes wichtige (Geschäfts-/Kommunikations-) Ziel sollte ein Dashboard mit eigenen Kennzahlen haben und eine/n Verantwortlich/e, der/die diese Kennzahlen beeinflussen kann.
  • Was nicht erfasst wurde kann nicht analysiert werden – und aus der Box heraus hat GA nur wenige Sensoren; eigentlich nur, was auf einzelnen URLs passiert.
  • Was einmal verarbeitet ist kann nicht mehr verändert werden – wenn das Processing einmal gelaufen ist, kann man es nicht mehr zurückdrehen.
  • Die Konfiguration beeinflusst, wie die Daten später analysiert werden können, weil es das Processing der Daten steuert. Wenn man GA einführt, sollte man es also am besten auch sofort richtig konfigurieren.
  • Das Tagesgeschäft findet in Custom Reports, Dashboards und Reports statt. Die generischen Berichte von Google Analytics braucht man nur für einen Überblick bzw. tiefere Analysen.
  • Google Analytics misst “URL-basiert”; will man mehr über das erfahren, was auf den Seiten passiert braucht man eine spezifischere Einbindung – diese wird sehr durch die Verwendung vom Google Tag Manager vereinfacht, den Dominik Braun hier wunderbar erklärt.
  • Gebt den Segmenten (und später auch neuen KPI, Dashboards, Berichten) aussagekräftige Namen – das sonst entstehende Chaos ist grenzenlos!
  • Die Kombination von quantitativen und qualitativen Kennzahlen in einem Verlauf zeigen schnell Probleme.
  • Benchmarking aktivieren – damit können ein paar Kennzahlen direkt in Google Analytics verglichen werden.
  • Auch die Aktivierung der demografischen und psychografischen Daten ist eine große Hilfe bei der Marketing-Planung. Aber Vorsicht: Datenschutz-Erklärungen anpassen! Hier gibt es ohne Gewähr Infos dazu.
  • Widgets auf/für Dashboards können geklont werden und das beschleunigt die Einrichtung von Dashboards und anderen Widgets sehr – vor allem wenn viele Filter angewendet werden.
  • Auch ganze Dashboards können in andere Views kopiert werden. Auch das macht die Einrichtung für Kollegen aus anderen Bereichen schneller.
  • Webtracking & -analyse sind nicht statisch – sie verändern sich! Passt eure Dashboards, Widgets und Report euren Bedürfnissen und euren Marketing-Maßnahmen an!

Letztes Jahr habe ich dazu auch auf der CO:REACH einen Vortrag zum Einstieg in die Webanalyse gehalten. In den Folien werden noch einmal die grundsätzlichen Arbeitsweisen von Google Analytics erklärt und auch mehr Details zur Fehlersuche gegeben, sollte eure Website mal spinnen und ihr wisst nicht warum:

Um wem das Folien-Klicken zu lange dauert – hier eine kurze Checkliste:
– Hatte ich technische Probleme (Seitenladezeit)?
– Gab es regionale Unterschiede?
– Gab es Unterschiede nach Endgeräten?
– Welche Traffic-Quelle hat weniger Traffic geliefert?
– Welche Seiten hatten weniger Einstiege als sonst?

So findet man schnell den Übeltäter und kann ihn ausmerzen.

Damit solltet ihr viel Spaß mit Google Analytics haben – und wer noch mehr wissen möchte, der wird bei uns sicher fündig. Detailliertere Fragen einfach hier per Mail schicken – wir helfen gerne!

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