WebWissen: Storytelling

Inzwischen ist das Storytelling zu einem wichtigen Teil der Markenführung von Unternehmen geworden. Mit reinen Informationen zu Produkt und Marke findet man bei den Konsumenten nur schwer Gehör.

Wir lieben Geschichten.
Wir lieben vor allem gute Geschichten.

Seit jeher haben sich die Menschen Geschichten erzählt. Sie haben Erfahrungen ausgetauscht, von Erlebnissen berichtet und ihr Wissen an andere Menschen weitergegeben. Gute Geschichten fesseln uns, sie bleiben uns in Erinnerung und wecken in uns den Drang sie weiterzutragen.

Früher Geschichtenerzählen – heute Storytelling.
Inzwischen ist das Storytelling zu einem wichtigen Teil der Markenführung von Unternehmen geworden. Mit reinen Informationen zu Produkt und Marke findet man bei den Konsumenten nur schwer Gehör. Es geht mehr um die eigenen Werte und das Motiv, das nach außen abgebildet und bei den Kunden verankert werden soll. Rund um die Marke werden Inhalte gestrickt, die dem Nutzer einen Mehrwert bieten, die ihn persönlich ansprechen, die er diskutieren und teilen will.

Red Bull verfolgt diesen Ansatz nahezu in Perfektion. Aber auch für kleine Unternehmen bietet Storytelling in Verbindung mit den Social Media Kanälen Erfolgschancen.


Was ist eine gute Geschichte?
Dafür gibt es kein Patentrezept, aber ein paar Dinge haben alle guten Geschichten gemeinsam.
Es gibt einen Grund, dass sie erzählt und weitererzählt werden. Einen Helden, einen Konflikt, große Emotionen. Sie bieten einen konkreten Nutzen, sie vermitteln Informationen und Know-how oder bringen Spaß und Unterhaltung. Durch diesen Multiplikator-Effekt kann die Marke zusätzliche Reichweite gewinnen.

„Jede gute Geschichte beginnt mit einem Konflikt. Wir sehen uns in einem guten Kinofilm 100 Minuten einen spannenden Konflikt an. Und erst am Ende kommt eine überraschende Lösung. Wir sehen uns auf keinen Fall 100 Minuten Lösung an. Das ist langweilig.“ Petra Sammer

Was steckt hinter meiner Geschichte?
Die Geschichte muss zum Unternehmen passen. Vor dem Storytelling muss die eigentliche Positionierung der Marke klar sein. Welche Aspekte und Werte bei den Kunden ankommen und vor allem hängenbleiben sollen. Geschichten sind besonders dann erfolgreich, wenn die Marke selbst als Held auftritt. So erfährt nicht nur die gesamt Branche einen Imagegewinn, sondern die Story wird direkt mit der eigenen Marke verbunden.

Wie finde ich meine perfekte Geschichte?
Geschichten kann man erleben. Im Unternehmen passieren tagtäglich Ereignisse, die sich zu einer Geschichte machen lassen. Was hat das Unternehmen erlebt? Was denken die Mitarbeiter? Was sagen die Kunden? Solche Geschichten lassen menschlich und persönlich werden und schaffen dabei nachhaltiges Vertrauen beim Kunden. Dabei werden auch Märkte und Zielgruppen analysiert um herauszufinden, welche Argumente wirken und in welche Themen diese zerlegt werden können.

Wie verpacke ich meine Geschichte?
Die eigentliche Geschichte wird in Wort, Bild und Ton verpackt. Eine Geschichte wirkt am besten, wenn der Nutzer mit allen Sinnen angesprochen wird. Dabei steht einprägsames und emotionales Erzählen im Vordergrund. Dabei müssen die Geschichten an den Bedürfnissen der Kunden ansetzen. Der Konsument steht im Mittelpunkt und nicht die Vorstellung der Marke.

Wie verbreite ich meine Geschichte?
Bei den Kanälen sind keine Grenzen gesetzt. Die Geschichten können als Flyer, Plakat, Vortrag oder Artikel verbreitet werden. Besonders gut funktionieren Stories aber in den sozialen Netzwerken. Hier steht die emotionale Ansprache im Vordergrund und die Bereitschaft gute Geschichten zu teilen ist groß. Bei der Ausarbeitung sind dabei der Fantasie keine Grenzen gesetzt.


Vier Tipps auf den Weg:

  • Machen Sie neugierig.
  • Holen Sie die Kunden bei ihrem Problem ab.
  • Sagen Sie ihnen, was Sie für sie tun können.
  • Fordern Sie zur Handlung auf.


Storytelling und Social Media funktionieren am besten im Zusammenspiel.
Beiträge zum Thema Social Media aus unserem Blog.

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