Reconnect: Internet für Flüchtlinge

Google unterstützt deutsche Flüchtlingsinitiativen mit 25.000 Chromebooks und sagt damit "Danke" für das große Engagement vieler Deutscher. Für die Flüchtlingshilfe Karlsruhe e.V. haben wir uns um 200 Chromebooks beworben - und können nun Flüchtlinge & Ehrenamtliche in Karlsruhe schnell und unbürokratisch ins Netz bringen.

Mit Unterstützung von Google.org startete NetHope eine Initiative für Flüchtlinge in Deutschland: “Project Reconnect” stellt gemeinnützigen Organisationen, die mit Flüchtlingen arbeiten, insgesamt 25.000 Chromebooks mit Chrome-Geräteverwaltung zur Verfügung. Das Ziel von Project Reconnect ist es, Flüchtlingen durch den Zugang zu Informations- und Bildungsangeboten zu helfen, ihr Leben wieder aufzubauen.

Das können wir netzstrategen nur unterstreichen. Wir wissen, wie wichtig das Internet als Kommunikationsmittel heute ist – und wie hilfreich es sein kann, wenn man sich in einer fremden Umgebung zurechtfinden muss. Daher war es für uns keine Frage, im Namen der Flüchtlingshilfe Karlsruhe e.V., eine Bewerbung für 200 Chromebooks (Was ist ein Chromebook?) abzugeben.

Das war im Januar 2016 – und jetzt, 5 Monate später, ist die erste Palette Chromebooks bei uns eingetroffen:

100 Chromebooks auf einer Palette.
100 Chromebooks auf einer Palette. Weitere 100 Chromebooks folgen, sobald wir die erste Charge verteilt haben.

Hauruck & angepackt: in einer Nachtschicht haben wir die Chromebooks auf ihren Einsatz vorbereitet. Die Besonderheit: die Notebooks wurden von uns zentral registriert und können nun über eine webbasierte Admin-Konsole am jeweiligen Einsatzort verwaltet werden. Die Geräte verfügen über einen einfachen „Internet-Cafe-Modus“ mit vorkonfiguriertem W-Lan und können und sind Dank zum Glück recht wartungsarm: Viren & manuell zu installierende Updates gibt es nicht, ebenso sind keine mechanischen Teile wie Lüfter oder Festplatten verbaut, die kaputt gehen können.

  • Auspacken wie am Fließband...

Gemeinsam mit der Flüchtlingshilfe Karslruhe werden wir uns nun um die Verteilung der Chromebooks kümmern. Ein Teil der Geräte wird direkt in den Karlsruher Unterkünften stationiert, ein Teil wir Deutschlehrern zur Verfügung gestellt, die in den Unterkünften ehrenamtlich unterrichten. Darüber hinaus wird es Geräte für den Einsatz in Internet-Cafes geben.

Auf der Website reconnect-karlsruhe.de (im Aufbau) können Interessierte verfolgen, wo wie viele Chromebooks eingesetzt werden.

Wir stehen noch ganz am Anfang aber freuen uns sehr auf die Dynamik, die dieses Projekt ganz sicher entwickeln wird. Wer Mitstreiter werden möchte, kann sich gerne bei uns melden!

Am 1. Juli hat die BNN – Badische Neueste Nachrichten in einem Artikel über das Projekt berichtet. Hier könnt ihr ihn lesen.

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