Quo vadis youtube?

Zensierte Videos, gesperrte Inhalte. Der YouTube Algorithmus scheint derzeit etwas zu radikal unterwegs zu sein und bestraft diverse Content Creator, wohl zu Unrecht.

Eine neue Richtlinie der Video Plattform YouTube bedroht derzeit viele YouTuber und Content Creator. Diese erzielen ihre Einnahmen in erster Linie durch Werbung auf ihren YouTube Kanälen und Werbespots in ihren Videos. Eben genau diese Möglichkeit wurde inzwischen von YouTube teilweise deaktiviert.
Ausgelöst wurde das Ganze mit der Klage einiger US Firmen, darunter auch AT&T and Verizon, Pepsi, Walmart und Johnson & Johnson. Mehrere Medien haben hierüber berichtet, unter anderem auch „The Guardian“. Sie distanzierten sich von YouTube und froren ihren Werbeetats ein, als sie feststellten, dass ihre Video Ads vor rassistischen und extremistischen Videos liefen.
Als Lösung wurde der Algorithmus etwas überarbeitet und soll nun erkennen, welche Videos sich nicht zur Monetarisierung aufgrund von ggf. politischen, extremistischen oder rassistischen Inhalten eignen. Hier geht der Algorithmus allerdings relativ rigoros zur Sache, so dass eben auch Channels und Videos betroffen sind, die sich objektiv und seriös mit kritischen Themen beschäftigen und beraubt sie somit ihrer Haupteinnahmequelle.
Sollte ein Video von YouTube beispielsweise gesperrt werden, besteht die Möglichkeit eine manuelle Prüfung eines demonetarisierten Videos zu beantragen. Doch das ist zeitaufwendig und für einen Content Creator mit mehreren Video Uploads am Tag relativ schwierig.

Wie geht es weiter?

Die scheinbar willkürlich Sperrung von Videos ruft natürlich auch die ein oder andere Alternative hervor.
Eine davon ist patreon. Eine Videoplattform, die im Mai 2013 gegründet wurde und auf einer Art Abo-Modell-Basis konzipiert wurde, bei der es zu einer Schwarmfinanzierung für digitale Inhalte kommt.

Hier haben die User, die s.g. Patrons, die Möglichkeit den Content Creatorn selbstbestimmte Geldbeträge zukommen zu lassen. Der Mehrwert für die Patrons besteht darin, bestimmte Vorteile je nach Höhe ihrer Zahlungen, beispielsweise einen früheren Zugang zu den produzierten Inhalten oder exklusive Videos mit Danksagungen einzelner Kanäle, zu erhalten.

Fazit:

Meiner Meinung nach ist der Ansatz von youtube gut. Allerdings gilt es die ein oder andere Stellschraube am Algorithmus zu optimieren. Es bleibt abzuwarten wie YouTube in Zukunft die beiden Lager der professionellen Content Creator auf der einen und den Werbetreibenden auf der anderen Seite glücklich und zufrieden stellen wird. Wir halten euch auf dem Laufenden.

Ich freue mich auf eure Kommentare und Meinungen.

Mehr zum Thema YouTube gibt es auch in unserem Blogbeitrag: 10 Tipps zur optimalen Nutzung für Unternehmen. Viel Spaß beim Lesen.

Alle Beiträge von Tim

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