WebWissen: Permalinks in WordPress

Was Links sind, weiß wahrscheinlich jeder. Das Internet besteht ja genau genommen aus einer Sammlung von Links. Aber was sind die Permalinks? Ist das eine Wordpress-Spezialität? Und inwiefern ist eine gewisse Permalink-Struktur für Nutzer und Google von Vorteil?

Was ist ein Permalink?

Permalink steht generell für “permanent hyperlink”. Diese werden hauptsächlich in Blog- und auch Content-Managent-Systemen genuzt, um den Nutzer gezielt zu einem bestimmten Blog-Beitrag/Post zu führen, also sind sie quasi die Adresse eines Beitrags. Und damit der Beitrag auch immer gefunden werden kann, sollte sich die URL nie ändern.

Die Permalinks sprechen lassen

Daher gehören die Permalinks-Einstellungen zu den ersten Schritten beim Setup einer WordPress-Seite. Denn die Standard-Voreinstellung von WordPress sieht so aus: http://example.com/?p=123

Für die meisten Nutzer ist das höchstwahrscheinlich eine eher kryptische Adresse (URL) zu irgendeinem Blog-Beitrag.

Und da der digitale Trend “Nutzerfreundlichkeit” lautet, war irgendwann mal die Rede von den “sprechenden URLs”, die aus den Titeln der Blog-Posts gebildet werden: http://example.com/postname

Perfekt für den Nutzer, der bereits anhand der URL erkennen kann, worum es im Blog-Beitrag geht.

Permalink-Struktur anpassen

Damit die Nutzer in den Genuß der sprechenden URLs kommen können, sollte im WordPress die Permalink-Struktur etwas angepasst werden. Beim Setup einer neuen Webseite ist das quasi mit zwei Klicks schon erledigt. Unter ‘Einstellungen -> Permalinks’ bietet WordPress mehrere Vorschläge für die Permalink-Struktur:
permalink-settings
Quelle: http://codex.wordpress.org/File:permalink-settings.png

Unser Favorit ist im obigen Bild aktiv ausgewählt. Wir empfehlen die Permalinks auf die Beitrags-Titel einzustellen, denn diese Variante finden wir am sinnvollsten und auch am benutzerfreundlichsten.
Es gibt aber auch Meinungen, dass man für den Nutzer auch die Aktualität des Beitrages durch die Angabe des Datums mittransportieren sollte. Das ist einerseits richtig, andererseits kann die Datum-Angabe aus der SEO-Perspektive etwas heikel werden, denn irgendwann mal wird der Beitrag von den Nutzern als veraltet eingestuft und nicht mehr angeklickt. Und da die Klickrate einer der wichtigen Faktoren für das Ranking einer Seite ist, ist das nicht unwahrscheinlich, dass das gute Ranking des Beitrages unter diesen Umständen einbüßen wird.

Etwas aufwendiger ist die Anpassung der Permalinks bei einer schon länger existierender Webseite. Denn nach der Anpassung der Permalink-Struktur im WordPress müssen im nächsten Schritt die alten Permalinks auf die neuen umgeleitet werden (redirects einrichten), indem man die redirects der .htaccess-Datei hinzufügt. Mit dem Redirect-Generator von Yoast wird auch dieser Schritt zur einer machbaren Aufgabe. Für diejenigen, für die das aber jetzt “chinesisch” klingt, sollten die Aufgabe einfach einem Administrator überlassen :)

Permalinks & SEO

Mit der Anpassung der Permalink-Struktur beginnt (beim Setup einer neuer Webseite) an sich auch die Suchmaschinenoptimierungsarbeit an einer Webseite.
Die sprechenden Permalinks sind nicht nur für die Nutzer von Vorteil, auch Google kann damit mehr anfangen bzw. die Webseite einfach besser erfassen.

Im Idealfall sollte der Permalink alle für den Beitrag wichtigen Keywords enthalten. Man sollte sich dabei aber nicht verkünsteln. Von der Länge her empfiehlt der Google-Webspam-Guru Matt Cutts drei bis fünf Wörter.
Was ist, wenn der Permalink länger ausfällt? Dazu gibt es auch mehrere Theorien: Die eine besagt, dass der Rest vom Google komplett ignoriert wird, die andere, dass die restlichen Wörter einfach nicht in dem Maße wie die ersten drei bis fünf Keywords berücksichtigt werden.

Der Google-Algorithmus ist unergründlich, aber tendenziell sind kürzere und aussagekräftige Permalinks nutzerfreundlicher und nicht spamverdächtig.

Sprechen Sie mich gerne an, wenn Sie Hilfe bei der Anpassung Ihrer Permalinks in WordPress brauchen.

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