Paid Content und Paid Services – Die Services sind schon seit Jahren da!

Während heftig über die Chancen und Risiken von Paid Content diskutiert wird, werden gleichzeitig auch die Rufe nach Paid Services lauter. Wenn man die Branche jedoch genauer betrachtet, so ist zu erkennen, dass sich seit Jahren Paid Services im Internet etabliert haben. Diese ergänzen oder ersetzen den traditionellen Content der Verlage, wurden jedoch selten von Verlagen ins Leben gerufen.

So ist z.B. leicht zu erkennen wie aus den Rubrikenmärkten der Zeitungen profitable Services im Internet wurden:

Jobmarkt: => monster.de, stepstone.de, usw…
Automobilanzeigen: => mobile.de, autoscout24.de, usw..
Kontaktanzeigen: => neu.de, parship.de, usw…
Wohnungsmarkt: => immowelt.de, immobilienscout24.de, usw…

Alle diese Onlineservices bieten einen Mehrwert zu den klassischen Rubrikenmärkten, nämlich die Interaktion mit dem Nutzer und dass diese auf seine persönlichen Bedürfnisse und Präferenzen eingehen. Diese Vorteile machen diese Angebote zu einem echten Service.

Auf den ersten Blick sieht es stark danach aus als hätten die Verlage essentielle  Geschäftsfelder komplett verloren, ein zweiter Blick auf die Gesellschafter und Investoren der Service-Anbieter zeigt, dass die großen Verlagshäuser längst reagiert haben und über ein großes Portfolio von kleinen vielversprechenden Start-Ups bis hin zu etablierten Portalen verfügen. Die neuen Services werden jedoch unter eigenen neuen Marken geführt, die meist keine Verbindung zum ehemaligen Zeitungsgeschäft herstellen.

Die Frage wird in Zukunft sein, wie Zeitungshäuser ihrem Content einerseits einen Mehrwert geben können, sodass die Nutzer bereit sind dafür online zu zahlen. Auf der anderen Seite muss nach kreativen Ideen gesucht werden, wie aus dem Content der Verlage Services entstehen können, also Dienstleistungen für deren Mehwert der Nutzer bereit ist zu bezahlen.

Hier werden sich die Verlage die Technologie zu Nutze machen müssen, die sich in den letzten Jahren entwickelt hat. Sie ermöglicht die Interaktion mit dem Nutzer und damit auf dessen persönlichen Wünsche einzugehen.  Strategisch entscheidend wird sein, ob Verlage anfangen werden eigene Services zu bauen, sich an Services beteiligen oder Partnerschaften eingehen.

In einer Zeit, in der in vielen Branchen das Geld nicht mehr über Produkte, sondern Zusatzservices verdient wird ist das Thema Paid Services sicher auch für die Verlagsbranche sehr spannend.

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