Paid Content: Ein tiefer Graben…

…der sich da zwischen Zeitungs-Managern und den Nutzern von Nachrichten-Websites der Verlagen erstreckt. Nach einer aktuellen Studie des American Press Institutes (ja, nach meinem Trip “rüber” stecke ich meine Nase wieder tiefer in den US-Markt) wollen 60% der US-Zeitungen Paid Content einführen; 25% bereits in den nächsten sechs Monaten. Geht man davon aus, dass derzeit 90% der Zeitungs-Websites kostenlos sind wird das schon eine größere Veränderung…

Neben anderer interessanter Kennzahlen, die im Online-Review-Report 2009 von der Initiative Newspaper Next nachzulesen sind hat mich am meisten eine Tabelle umgehauen, in der mal die Nutzer dieser Websites gefragt wurden, als wie wertvoll und ersetz- bzw. schnell austauschbar sie die Nachrichten und Informationen auf den Zeitungs-Websites empfinden:

  • 54% der Manager finden ihre Online-Inhalte SEHR wertvoll; 44% der Nutzer stimmen zu
  • 39% der Manager finden ihre Online-Inhalte ein wenig wertvoll; das denken allerdings mit 51% mehr als die Hälfte der Nutzer

Und dann die Ersetzbarkeit:

  • 52% der Nutzern denken, dass sie die Inhalte leicht ersetzen können wovon nur 31% der Manager ausgehen
  • 30% der Nutzer würden zum Ersatz zur Tageszeitung greifen; allerdings gehen 75% der Manager genau davon aus

Ein Blick in den Report lohnt sich um zu verstehen, wie weit entfernt die Manager von den Nutzern sind (Der Research Blog fasst sie auch noch einmal schön zusammen)… daher bitte ich die deutschen Zeitungs-Manager anders vorzugehen:

  1. Fragen Sie Ihre Nutzer, für was sie wie zahlen wollen! Vertrauen Sie nicht auf Reports von Dritten oder Vorträgen auf Kongressen. Eine Umfrage dafür ist so leicht erstellt!
  2. Nutzen Sie Werkzeuge, die es Ihren Nutzern erleichtern, die für sie wichtigen Informationen zu finden. Ein personalisierbares System macht es so leicht, jedem Nutzer die Relevanz und Wichtigkeit Ihrer Inhalte täglich zu beweisen!

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