Paid Content IV: Wie soll bezahlt werden?

Denkt man darüber nach im Internet Geld für seine Inhalte zu verlangen, so kommt man früher oder später an den Punkt an dem man sich überlegt, wie die Abrechnung eigentlich laufen soll. Bietet man Einzelabrufe von Artikeln an wie z.B. die FAZ auf Archivartikel (Seite nicht mehr erreichbar)? Soll es nur Abo-Angebote geben wie bei den springer’schen Regionalblättern in Hamburg und Berlin? Oder soll über die Handynummer abgerechnet werden, wie es die Märkische Allgemeine im Archiv macht? Vielleicht will man ja auch selbst was bauen oder es über die Abo-Datenbank abwickeln?

Und dazu kommt die Frage, wie die Abrechnung abgewickelt werden soll. Eigener Einzug oder auf die Dienstleistungen und Nutzerschaft einer bestehenden Plattform wie Click&Buy, Paypal oder Google aufbauen? Darüber kann der Nutzer bequem und einfach mit seinem Login bezahlen, was bei den wahrscheinlich realisierbaren, eher niedrigen Preisen notwendig ist um keine großen Hürden für einen kleinen Aufwand aufzubauen.

Problem bei der Sache ist nur – Diese Payment-Provider und Konten-Besitzer wollen ein Stück von dem Kuchen haben; also am Umsatz mitverdienen. Und das teilweise nicht zu knapp.

Geht man mal von einem Preis von 50 Cent pro Artikel aus, den viele Verleger bereits als zu hoch empfinden, dann bleiben noch 15 bis 20 Cent pro Artikel beim Verlag. Bei der Paypal-Lösung wären es noch 35 Cent. Nimmt man sich mal die bereits oft gehörten 15-19 Cent, dann schafft keiner mehr einen relevanten Deckungsbeitrag. Und dazu kommt, dass keiner der Anbieter eine „Plug & Play-Lösung“ für Verlage anbietet. Bei allen ist doch ein größerer Aufwand notwendig, um das Bezahl-System auf der Seite einzubinden. Ist also ein schwieriges Thema – Gerade, wenn man keine große Reichweite hat und damit auch bei einer guten Wandlungsrate ein nur geringes Erlös-Potential hat.

Wir glauben daher an ein Prepaid-Modell, das den Gelegenheitsnutzern bei der ersten Registrierung ein Guthaben „schenkt“, mit dem dann die ersten Artikel bezahlt werden können. Danach kann man dann in größeren Tranchen über einen Paypal-Account, gerne aber auch über Kreditkarte oder per Überweisung, das eigene Konto beim Verlag aufladen und weitere Artikel einkaufen, bis dann irgendwann ein Abo-Modell Sinn macht.

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