IVW DigiBench Juli 2014 – Die Wahrheit über die Mobilität der Fußball-WM

In diesem Monat gibt es viele Erkenntnisse zur Fußball-WM. Und wer sich nicht so für Fußball interessiert findet in der kompletten Auswertung Spannendes zur Entwicklung von E-Paper-Auflagen, Marktanteilen und Unique Usern sowie deren Loyalität. Wir freuen über Anregungen, Kommentare und Shares.

DigiBench1So – los geht’s mit unserem monatlichen Digital-Benchmark auf Basis der AGOF– und IVW-Daten. Und gleich zum Start haben wir uns einen sehr aufregenden Monat ausgesucht – nämlich den mit dem weltmeisterschaftlichen WM-Abschluss. Und die WM hat wie erwartet natürlich die Nutzung der Nachrichtenangebote ordentlich angekurbelt – allerdings haben die nationalen Portale ganz besonders davon profitiert bei den Visits und Page Impressions.

IVW Visits 07-2014 kumuliert
Bei den Visits ist der kumulierte Aufwärtstrend aus Desktop und Mobile in allen Segmenten sichtbar.
IVW Page Impressions 07-2014 kumuliert
Bei den Impressions war der Juni-Peak deutlicher sichtbar – aber der nachweltmeisterliche Rückgang ist deutlich.

Das Engagement gipfelt zur WM

Aber woher kommt denn genau diese Spitze? Waren es mehr Nutzer, die unterwegs waren? War es das mobile Netz, das Leute auf die Nachrichtenseiten getrieben hat? Schauen wir uns die Monate genauer an:

netzstrategen - IVW DigiBench - Engagement 7-2014
Der Peak kam klar vom Engagement. Die Leute haben zur Zeit der WM deutlich mehr PI pro Visit gemacht als davor und danach.

Mobile geht das Wachstum nicht mit

Überraschend war hierbei jedoch, dass der ansonsten stetig wachsende Anteil mobiler Anteile bei Visits und PI nicht ganz so mitging zur WM wie man/ich das eigentlich dachte.

netzstrategen - DigiBench - IVW Mobile Share Visits 07-2014 kumuliert
Der Anteil der mobilen Visits an den kompletten Visits steigt in allen Segmenten stetig auch über die WM.
netzstrategen - DigiBench - IVW Mobile Share PI 07-2014
Bei den Page Impressions entstand aufgrund des großen Desktop-Engagements eine negative Delle.

Unsere Meinung

Was ist also passiert? Insgesamt stieg das kumulierte Engagement sowohl in der stationären als auch mobilen Welt. Der Anteil der mobilen Visits stieg auch weiter leicht an. Aber warum war es nicht möglich, die Nutzer auch in der mobilen Welt dazu zu bringen, mehr Impressions pro Visit zu machen?

Unsere auf Eigenerfahrungen basierende Theorie ist die ausgebliebene mobile Optimierung vieler WM-Themenseiten und klickintensiver Spezialangebote, die auf den Smartphones einfach nicht gut zu bedienen waren. Vielleicht war das ja bewusst geschehen, um die höheren CPM auf den Desktop-Seiten auszuschöpfen. Trotzdem ist es fraglich, ob man sich diese Chance bewusst oder unbewusst entgehen lassen sollte, in dem so wichtigen und wachsenden Mobile-Markt eine größere Rolle zu spielen.

Wenn das schon spannend war, dann jetzt hier die komplette Auswertung anschauen – es gibt noch weitere spannende Erkenntnisse zu den Entwicklung der Unique User, der digitalen Penetration sowie der Entwicklung der E-Paper-Auflagen und der Marktanteile der Segmente an vermarktbaren Visits und Page Impressions.

Alle konkreten, absoluten Zahlen und Prozentwerte sowie eine individuelle Auswertungen für einzelne Titel und Marken bieten wir ebenfalls an. Und natürlich können wir auch noch tiefer eintauchen für konkrete Analysen und Themen. Interesse? Schreiben Sie uns eine Mail mit Ihren Ideen!

Hier finden sich die Hintergründe, wie sich die Kennzahlen zusammensetzen und welche Titel/Marken in unserem digitalen Benchmark sind sowie diese von uns gruppiert werden.

Eine Übersicht aller Benchmarks finden Sie hier – und wer direkt weiterlesen möchte kommt hier zum Folgemonat – und hier steht alles zum Geschehen im September 2014.

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