Inhalte Level Pro: Guidelines für Top-Artikel

Egal ob ihr einen (Blog)Artikel oder eine (Produkt)Seite eurer Webpräsenz erstellen wollt, die grundsätzliche Vorgehensweise ist immer dieselbe. Möchte man es auf einen Satz herunterbrechen, könnte dieser in etwa so lauten: "Recherchiere dein Thema, schaffe einen Mehrwert für deine Leser/Kunden und sorge dafür, dass dein Inhalt ordentlich verlinkt ist." Dieser Satz allein verrät aber noch nichts über die tatsächliche Vorgehensweise. Hier soll euch dieser Artikel Abhilfe schaffen: Ich verrate euch, wie wir bei den netzstrategen arbeiten.

Vorgehensweise bei der Erstellung von erfolgreichen Artikeln

Wir netzstrategen haben für uns diese Vorgehensweise herausgearbeitet, die uns beim Bloggen begleitet. Über die Zeit konnten wir mit dieser Vorgehensweise auch Erfolge feiern. Unsere Tipps sind also real life checked and approved 😉 Und so sehen unsere internen Blogger-Guidelines aus:

Themenrecherche

Am Anfang steht immer die Themenrecherche. Ganz grundlegend sind das bei uns Themen rund ums Internet, ein Schwerpunktthema ist die Webanalyse. Dieses Thema kann von technischer Seite beleuchtet werden aber auch Artikel zum praktischen Arbeiten mit Google Analytics gehören zu diesem Themengebiet. Kurz: Selbst wenn wir nur einen Themenfokus herauspicken, haben wir jede Menge Bereiche, die näher beleuchtet werden können. Das heißt, dass es jede Menge Themen gibt, die abgehandelt werden können, um den Fokus der Website dahingehend zu lenken.

netzstrategen beim Themen-Brainstorming
netzstrategen beim Themen-Brainstorming
Info: Mit mehreren Artikeln zu einem Thema kann die Gewichtung bei Google der kompletten Domain für dieses Thema gesteigert werden.

Ein Brainstorming gehört zu jedem Artikel. Einfach nur auf gut Glück lostexten und hoffen, dass schon alles passt, funktioniert nicht. Es gibt aber viele verschiedene Tools, die euch bei der Themenrecherche unterstützen.

Tools für Ideen:

  • Falls Kunden vorhanden sind: Denen genau zuhören und die immer wieder gestellten Fragen beantworten
  • WREL Keywordfragen
  • Übersuggest
  • keywordtool.io
  • related:-Suche bei Google
  • Für zeitliches Timing: Google Trends
  • Suchergebnisse für Suchphrase/Keyword ansehen und inspirieren lassen

Verwandte Suchanfragen bei Google
Verwandte Suchanfragen bei Google
Ihr seht: Die Ausrede „ich weiß nicht worüber ich schreiben soll“ zählt nicht. Es gibt mehr als genug Themen in eurer Branche, die nur darauf warten, von euch entdeckt und behandelt zu werden. Ihr müsst euch dafür allerdings etwas Zeit nehmen.

Mehrwert schaffen, Content anreichern

Die schönsten Rechercheergebnisse nutzen leider nichts, wenn ihr sie nicht ansprechend für eure Zielgruppe präsentiert sind (Leser eurer Artikel, potentielle Einkäufer in eurem Online-Shop, potentielle Kunden die sich eure Firmenwebsite ansehen, …). Wir sind uns alle einig: Eine Textwüste liest kein Mensch ein nettes Bild sollte das Minimum sein. Nicht nur eure Websitebesucher werden euch danken (hohe Verweildauer, niedrige Absprungs- und Ausstiegsrate), auch Google wird das honorieren.

Die Basics dazu sind sehr einfach umzusetzen:

  • Strukturiert euren Text mit Absätzen
  • Nutzt Zwischenüberschriften
  • Arbeitet mit Listen – gefällt euch hier im Artikel auch, oder?
  • Setzt auf Bilder, Slideshows, Videos, … – seid kreativ, das Internet bietet so viele Möglichkeiten!

Das alleine wird euch keine glücklichen, wiederkehrenden, konvertierenden Nutzer bringen. Wenn ihr diese Basis aber nicht habt, baut ihr alle weiteren Maßnahmen auf einem Fundament auf, das instabil ist.

Content ist nicht nur Text
Übersicht über mögliche Contentelemente
So könnt ihr euren Text nicht nur optisch optimal aufbereiten:

  • Schreibt einen Auszug/Teaser, der eure Leser und Kunden neugierig macht. Der Leser soll damit abgeholt und an den folgenden Inhalt gefesselt werden.
  • Das Hauptkeyword der Seite sollte im Auszug, in Überschriften, Bildunterschriften und auch im Fazit am Ende des Artikels auftauchen. Achtet aber unbedingt auf einen gut lesbaren Text und vermeidet Keywordstuffing. Arbeitet beispielweise mit Synonymen und Wortvarianten.
  • Niemand möchte blabla lesen. Gestaltet den Inhalt so ausführlich wie nötig, aber so knapp wie möglich.
  • Nichts turnt eure Leser mehr ab als Textwüsten. Arbeitet mit Bildern, Grafiken, Screenshots, Videos, Screencasts, … – das lockert den Lesefluss auf und schafft Mehrwert.

Mit dieser Gedankenstütze könnt ihr eure erstellten Inhalte auch ganz leicht selbst prüfen:

Wenn dich dein bester Freund nach Infos zu diesem Thema fragen würde, würdest du ihm diese Seite empfehlen?

Onsite optimieren

Jetzt wisst ihr mal ganz grob, wie ihr eure Inhalte für eure Leser und Kunden optimiert. Neben den reinen Artikeltexten selbst gehört aber auch immer die technische Seite dazu. Die genutzten Templates müssen so aufgebaut sein, dass die Inhalte auch von Google verstanden werden können. Ihr wollt ja nicht nur eure Leser glücklich machen, sondern eben auch Google. Dabei kann euch diese Checkliste helfen:

  • Sind eure Inhalte korrekt ausgezeichnet? Sind eure (Zwischen)Überschriften mit h1-h6 markiert? Sind eure Listen auch wirklich Listen? Das gratis Online-Tool Browseo hilft euch bei einem schnellen Check.
  • Ist das Fokuskeyword für das Thema der Seite im Title an prominenter Stelle platziert? Greift dazu auf die Ergebnisse eurer Themenrecherche zurück. Eine Vorschau, wie euer Title später bei Google aussehen wird, bietet euch das ebenfalls kostenlose SERP-Preview Tool.
  • Habt ihr schon eine optimale Description, zumindest für eure wichtigsten Seiten?
  • Gibt es weiterführende, thematisch passende Inhalte auf eurer Website? Verlinkt diese aus dem Content heraus! Faustregel: Pro Absatz ein Link. Wenn es passend ist, könnt ihr übrigens auch gerne externe Seiten verlinken.
  • Habt ihr am Ende eine Call to action eingebunden? Newsletter abonnieren, Artikel teilen, Kommentieren, …
  • Wusstet ihr, dass ihr die Snippets für Google, Facebook, Twitter und Co. separat optimieren könnt? So geht’s mit WordPress und dem Yoast SEO-Plugin.

Ein paar Tipps, wie ihr eure Seite auch unter technischen Gesichtspunkten checken könnt, könnt ihr in diesem Video erfahren:

Noch ein Gedankenanstoß: Bei Änderungen zu einem Thema oder Updates muss nicht immer zwingend ein neuer Artikel veröffentlicht werden. Ein Update des Ursprungsartikel geht schneller von der Hand und sammelt alle Power auf einer Seite. Stephan macht das sehr erfolgreich mit dem Artikel über Google My Business. Bei umfangreicheren Updates könnt ihr dann auch das Veröffentlichungsdatum anpassen, um Google hier auch eindeutige Signale zu senden. Wie ihr alte Artikel und Seiten aufspüren könnt, bei denen sich das lohnt, erfahrt ihr hier.

Themenhub verlinken

Hierzu gibt es gar nicht viel zu erzählen, ohne gleich tief in die technischen Aspekte abzutauchen. Trotzdem ist dieser Punkt so wichtig, dass er einen eigenen Bereich in diesem Artikel bekommt.

Vereinfacht dargestellt: Je mehr interne Links eine Seite hat, desto wichtiger ist sie, das erkennt auch Google und rankt die Seite besser. Es ist also sinnvoll, die wichtigen Themenhubs oder Produkte zu verlinken – sofern diese thematisch passend sind. Schöne Beispiele dafür könnt ihr beim Spiegel Online und im Onlineshop Outletstore Gartenmöbel ansehen.

Bei uns netzstrategen ist die interne Policy, dass wir aus jedem Artikel heraus eine unserer Leistungsseiten verlinken. Für diesen Artikel passend wäre das die über die Suchmaschinenoptimierung.

Offsite optimieren

Habt ihr euren Inhalt nun nach allen Regeln der Online-Kunst veredelt und optimiert, geht es nun darum, ihn an den Mann zu bringen. Was eignet sich da besser, als die sozialen Medien? Nutzt eure Firmenaccounts bei Facebook, Google+, Twitter, Xing, LinkedIn und welche Plattformen ihr sonst noch bespielt. Ich bin ein großer Fan von Buffer, das Tool veröffentlicht eure Postings automatisch zu der Zeit, zu der ihr am ehesten eure Follower und Fans erreicht.

Habt ihr ein Video für den Artikel veröffentlicht oder habt ihr Slides auf SlideShare veröffentlicht? Dann könnt ihr das Video beziehungsweise die Slides selbst auch (zusätzlich) in den sozialen Medien veröffentlichen. Achtet darauf, dass ihr in den Descriptions der jeweiligen Plattform den Link zu eurem Inhalt einbindet!

Zum Abschluss noch einige Tipps:

  • Auf Facebook und Co. gibt es auch Gruppen, in denen ihr eure Beiträge promoten könnt. Plumpe Werbung und Links abladen wird aber nicht gern gesehen. Integriert euch also in die jeweilige Community.
  • Abseits von den „typischen“ sozialen Medien gibt es auch für viele Themenbereiche News-Aggregatoren, Foren etc. Schaut euch hier einfach mal im Netz um.
  • In den sozialen Medien kann ein Inhalt mit zeitlichem Abstand auch mehrfach geteilt werde, zum Beispiel auch in einem Wochenrückblick.
  • Habt ihr einen Newsletter? Auch da können Artikel und Produkte angepriesen werden.
  • Fällt euch ein Kunde ein, dem ihr mit genau diesem Artikel helfen könnt? Dann schickt ihm diesen doch direkt per Mail.
  • Ihr arbeitet in einer Redaktion? Dann werft auch mal einen Blick auf den super Artikel zum Thema „Content-Vermarktung“ von Stephan Goldmann

Fazit

Klingt nach viel Arbeit? Ist es auch. Dafür profitiert ihr langfristig davon und verfolgt eine nachhaltige Strategie. Auch hier gilt das alte Sprichwort „Ohne Fleiß kein Preis“. Je nach Umfang und Komplexität des Artikels kann dafür durchaus mehr als ein Arbeitstag für nötig sein. Lasst euch davon aber nicht abschrecken. Wie gesagt, langfristig werdet ihr von der investierten Zeit profitieren. Mit der Zeit werden ihr dabei auch routinierter, sodass einzelne Handgriffe einfacher von der Hand gehen.

Was sind eure Erfahrungen mit dem Thema mehrwertige Inhalte erstellen? Habt ihr noch weitere Tipps und Tricks? Ich freue mich auf eure Kommentare!

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