Google Sitelinks optimieren

Ist Google der Ansicht, dass zu einer Suchanfrage mehrere URLs einer Domain passend sind, dann werden Sitelinks angezeigt. Besonders häufig ist das der Fall, wenn nach einer Marke oder einer URL gesucht wird. Häufig kommt es auch vor, dass die Sitelinks aber nicht passend sind. In diesem Artikel erfahrt ihr, wie ihr eure Sitelinks optimiert und das Maximum aus diesen zusätzlichen Links herausholt.

Was sind Sitelinks? Wie bekomme ich Sitelinks?

Sitelinks sind zusätzliche Links, die Google in den SERPs (Suchergebnisseiten) unterhalb des Treffers zu einer bestimmten URL anzeigt. Google versucht anhand unterschiedlicher Kennzahlen (unter anderem interne Verlinkung) zu erkennen, welche Unterseiten bei der Suche nach diesem Begriff für den Nutzer auch von Relevanz sein könnten. Darauf basierend werden dann die Sitelinks gewählt.

Nicht für jede Website werden Sitelinks ausgespielt. Es müssen auch technische Voraussetzungen dafür erfüllt werden. Google sagt dazu:

Lässt die Struktur Ihrer Website keine Algorithmen zur Suche nach geeigneten Sitelinks zu oder sind Sitelinks für Ihre Website unserer Auffassung nach für die Suchanfrage des Nutzers nicht relevant, werden sie nicht angezeigt.

Außerdem muss die Seite für die Suchphrase auf Position 1 ranken. Das sollte gerade bei Brand- und URL-Suchen in aller Regel aber der Fall sein.

Matt Cutts erklärt das in diesem Google Webmaster Video:

Dass auch für die Ausspielung der Sitelinks personalisierte Suchergebnisse genutzt werden, zeigen diese zwei Treffer:

Sitelinks ausgeloggt
Ansicht der Sitelinks im ausgeloggten Zustand
Sitelinks eingeloggt
Ansicht der Sitelinks im eingeloggten Zustand

Es ist nicht möglich zu definieren, welche Sitelinks angezeigt werden sollen.

Welche Sitelinks werden angezeigt?

Allerdings ist es möglich, die verlinkten Unterseiten zu definieren, die nicht angezeigt werden sollen. So kann nach dem Ausschlussverfahren letztendlich doch mehr oder weniger gut bestimmt werden, welche Sitelinks erscheinen sollen. Dazu wird die Google Search Console benötigt. Dort können dann bestimmte Unterseiten ausgeschlossen werden.

Google Search Console einrichten

Falls die Website noch nicht mit der Search Console verknüpft ist, müssen einfach die folgenden Schritte durchgeführt werden. Wer die Search Console schon verknüpft hat, kann diesen Abschnitt überspringen.

  1. In die Google Search Console einloggen/registrieren – ob mit einem neuen oder bestehenden Google-Account ist egal
  2. Rechts oben auf die rote Schaltfläche „Website hinzufügen“ klicken
  3. Im sich öffnenden Layer die URL der Website eingeben, beispielsweise www.netzstrategen.com
  4. Im nächsten Schritt beschreibt Google schon was zu tun ist: HTML-Datei herunterladen, ins Root-Verzeichnis hochladen und „Bestätigen“ klicken (eure IT kann euch dabei bestimmt helfen)

Wie du die Search Console im Detail einrichten solltest, erfährst du im Schritt für Schritt Artikel Google Search Console einrichten.

Sitelinks abwerten

Seit Oktober 2016 bietet Google diese Option zum Abwerten der Sitelinks nicht mehr. Google sagt dazu, dass sie selbst in der Lage sind, relevante Links zu erkennen und anzuzeigen. Für dich bedeutet das, dass die Struktur und Auszeichnungen deiner Website optimiert sein müssen.

Um die unpassenden Sitelinks zu entfernen, loggt ihr euch in die Search Console ein und wählt auf der linken Seite „Darstellung der Suche“ und „Sitelinks“ aus. Ihr bekommt dann dieses Formular angezeigt:

Google Webmaster Tools Sitelinks abwerten
Sitelinks abwerten mit der Google Search Console (ehemals Webmaster Tools)

Wenn ihr die Sitelinks abwerten wollt, die angezeigt werden, wenn eure Startseite der Haupttreffer ist (also in aller Regel bei der Suche nach dem Brand oder der URL), dann lasst ihr das Eingabefeld hinter „Für dieses Suchergebnis:“ leer. In die Eingabemaske „Diese Sitelink-URL abwerten“ kopiert ihr den Link zu der Unterseite, die nicht mehr als Sitelink in den SERPs erscheinen soll.

Bis die Änderungen von Google dargestellt werden, können leider einige Wochen vergehen. Hier muss man also geduldig sein.

Bonus-Tipps & Infos

Zum Abschluss gibt es noch einige Tipps und Infos, die ihr nicht überall im Netz findet:

  • Die in der Search Console abgewerteten Links verfallen nach 90 Tagen – ruft die Seite „Sitelinks“ also mindestens jeden dritten Monat auf, um die Ablauffrist neu zu starten
  • Es können maximal 100 URLs abgewertet werden
  • Für die Sitelinks spielen die ersten 50 Zeichen in der Description eine Rolle – optimiert diese und erzeugt eine gute CTR (Click-Through-Rate) – das wird sich mit einer Rankingverbesserung bemerkbar machen 😉
  • Neben der organischen Suche gibt es auch in Google AdWords Sitelinks. Diese haben nichts miteinander zu tun.

Jetzt nichts wie ran an die Optimierung eurer Sitelinks. Bei Fragen lasst mir einfach einen Kommentar da, ich helfe euch gerne weiter!

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