WebWissen: Google Search Console einrichten

Die Google Search Console (ehemals Webmaster Tools) ist eines der wichtigsten Werkzeuge, die du für das Monitoring und die Analyse deiner Website brauchst. Umso wichtiger ist es entsprechend auch, dass du die Search Console korrekt und vollständig eingerichtet hast. Was du dabei beachten musst, verrate ich dir in diesem Artikel.

Einen groben Überblick darüber, was du mit der Search Console anstellen und überwachen kannst, habe ich dir in diesem Artikel gegeben. Damit das alles reibungslos funktioniert, solltest du diese 5 Punkte durchführen:

  • Alle Versionen der Website hinzufügen
  • Bevorzugte Version definieren
  • Geografische Präferenz: Zielland auswählen
  • XML-Sitemap einreichen
  • Vernantwortliche(n) bestimmen und Search Console freigeben

All diese Schritte empfiehlt auch Google selbst.

Alle Versionen der Website zur Search Console hinzufügen

Jede URL-Variante ist für Google eine eigenständige Seite. Beispiel:
http://www.netzstrategen.com
http://netzstrategen.com
https://www.netzstrategen.com
https://netzstrategen.com

Die oberen zwei URLs unterscheiden sich im vorangestellten www., das technisch gesehen eine Subdomain ist. Die beiden unteren URLs unterscheiden sich zusätzlich noch durch das „s“ im Protokoll (https), das eine verschlüsselte Verbindung anzeigt.

Wurden keine weiteren Maßnahmen vorgenommen, sind das für Google vier unterschiedliche URLs und entsprechend vier unterschiedliche Websites – auch wenn sie den gleichen Inhalt anzeigen. Genau das ist aber das Problem: Gleiche Inhalte (Fachjargon: Duplicate Content) findet Google gar nicht toll und sollte vermieden werden.

Was du tun solltest: Trägst du deine Website in der Search Console ein, solltest du das immer für alle Varianten tun. Das sind mindestens zwei, können aber eben auch vier sein.

Bevorzugte Version definieren

Im vorangegangen Absatz habe ich schon die Duplicate Content Problematik angesprochen. Damit genau das nicht geschieht, solltest du in der Search Console nun deine bevorzugte Variante definieren.

Bevorzugte URL-Version in Search Console definieren
Bevorzugte URL-Version in der Search Console definieren

Wähle wie auf dem Screenshot zu sehen oben rechts über das Zahnrad den Menüpunkt „Website-Einstellungen“ aus. Aktiviere nun die Option, die du bevorzugst, also mit oder ohne www. und bestätige deine Auswahl mit einem Klick auf Speichern.

Entscheidest du dich für die Version mit www., wird künftig in den Suchergebnissen deine Website entsprechend dargestellt.

Es spielt für die Suchmaschinenoptimierung keine Rolle, für welche Variante du dich entscheidest.

Internationale Ausrichtung: Zielland auswählen

Hast du eine einsprachige Website, die sich nur an Besucher aus einem land richtet, dann solltest du ein Zielland in der Google Search Console hinterlegen. Ein Beispiel dafür ist die Website eines Frisörs in Karlsruhe. Dieser wird seine Inhalte wohl nur auf deutsch anbieten und ist sehr wahrscheinlich auch nur für Suchende in Deutschland relevant. So kannst du die Einstellung vornehmen:

Screenshot Google Search Console Internationale Ausrichtung
Internationale Ausrichtung in der Search Console definieren

Wähle links in der Navigation die Punkte „Suchanfragen“ und „Internationale Ausrichtung“. Klicke dann auf den Tab „Land“. Wähle wie im Screenshot zu sehen im Dropdown das passende Land aus und klicke auf speichern.

Wenn deine Website mehrere Sprachen hat und sich an Menschen in unterschiedlichen Ländern richtet, dann solltest du hier keine Einstellungen vornehmen. Hier gibt es andere Wege, um Google mitzuteilen, welche Variante wann ausgespielt werden soll. Unter anderem diese:

  • Länderdomain, zum Beispiel .de oder .ch
  • IP-Adresse des Servers
  • Standortinfos auf der Website
  • Linkquellen der Seite
  • Angaben im zugehörigen Google My Business Eintrag

Nähere Infos dazu bekommst du auch direkt bei Google.

XML-Sitemap einreichen

netzstrategen Sitemaps
Sitemaps von netzstrategen.com
Google (und natürlich auch andere Suchmaschinen) sollte deine Inhalte kennen. Eine sitemap.xml hilft Google dabei, all deine Inhalte zu finden und auch zu crawlen. Insbesondere bei größeren Seiten (>10.000 Unterseiten) sollte eine Sitemap vorhanden sein. Allerdings tut eine Sitemap auch nicht weh und schadet auch bei kleineren Projekten nicht. Mit den WordPress Plugins Yoast SEO oder Google XML Sitemaps lassen diese sich im Handumdrehen erstellen. Hat deine Website nämlich keine gute interne Verlinkung hat Google auch bei kleineren Websites Schwierigkeiten, alle Inhalte zu finden (das Problem wird mit einer Sitemap nicht gelöst, aber die Folgen davon etwas abgeschwächt).

Damit du deine Sitemap besser auswerten kannst und auch Infos zu Problemen damit bekommst, solltest du sie in der Search Console hinterlegen.

XML Sitemap in Google Search Console einreichen
XML Sitemap in Search Console einreichen

Klicke links in der Navigation auf „Crawling“ und „Sitemaps“. Rechts oben findest du dann den roten Button „Sitemap hinzufügen/testen“. Klicke darauf und trage den Pfad zu deiner XML Sitemap ein. Häufig ist das sitemap.xml oder sitemap_index.xml.

Vernantwortliche(n) bestimmen und Search Console freigeben

Du hast alle Schritte umgesetzt? Prima! Die Arbeit fängt aber erst jetzt an: Du oder (mehrere) andere müssen nun alles im Blick behalten, die Ausgaben auswerten und auf Probleme reagieren. Das sollte regelmäßig geschehen. Je nach Häufigkeit der Änderungen am Code, den Inhalten usw sollte das wöchentlich bis monatlich geschehen. Du solltest dabei beachten, dass Google in der Search Console Änderungen nicht live anzeigt, sondern durchaus auch mal mehrere Tage bis Wochen (je nach Analysebereich) auf sich warten lassen.

Wie du anderen Zugriff auf eine Property (Website in der Search Console) gibst, hab ich dir hier beschrieben.

Fazit

Hast du die Infos und Analysen aus der Search Console bereits fest im Blick oder möchstest du erst jetzt damit durchstarten? Gibt es Probleme oder Fragen? Ab in die Kommentare damit!

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