Google Analytics: Benutzerdefinierte Berichte und ihre Verknüpfungen

Google Analytics bietet mit seinen zahlreichen Standards-Reports bereits jede Menge Möglichkeiten an Auswertungen und Dashboards. Sobald es aber um individuelle Anforderungen und Ziele geht, genügen die standardisierten Berichte oftmals nicht mehr, um benutzerdefinierte Kennzahlen darzustellen. Daher empfiehlt es sich, seinen eigenen Bericht zu erstellen mit den gewünschten Dimensionen und Messwerte.

Google Analytics ist ein mächtiges Tool, das bereits mit seinen standardisierten Berichten über 1000 Metriken und Dimensionen, Filter- und Suchfunktionen anbietet.Doch stecken noch viel mehr Möglichkeiten in diesem Webanalyse-Tool, vor allem wenn ihr eure individuellen Ziele messbar machen wollt.
Hier können benutzerdefinierte Dimensionen und Metriken erstellt werden, wodurch Daten aus Google Analytics mit Daten aus anderen Tools kombiniert werden können. Die benutzerdefinierten Dimensionen können in den Standards-Reports als sekundäre Dimension ausgewählt werden. Wollt ihr jedoch die benutzerdefinierten Dimensionen als primäre Dimension oder benutzerdefinierte Messwerte verwenden, ist das nur in den personalisierten Berichten möglich. Ein benutzerdefinierter Bericht ist ein von euch erstellter Bericht. Hier bestimmt ihr die Dimensionen, Messwerte sowie ihre Darstellung. Wie ein personalisierter Bericht erstellt wird und auf was dabei geachtet werden soll, hat meine Kollegin Gloria Mussago in ihrem Blogbeitrag „Google Analytics: Was sind personalisierte Berichte?“ ausführlich berichtet.

Anhand der benutzerdefinierten Berichte entstehen weitere Vorteile und Möglichkeiten bei der Erstellung der Reportings. So ist es möglich, ein Bericht nach einer bestimmten Dimension zu filtern und so nach einem bestimmten Bereich abzugrenzen. Dies ist natürlich auch schon in den Standards-Reports möglich. Es entstehen erst dann Vorteile, diese als personalisierte Berichte zu erstellen, wenn die Berichte in einer bestimmten Dimension nach mehreren Gruppen gefiltert werden sollen. Wie beispielsweise etwa Berichte nach verschiedenen Regionen oder nach Produktkategorien. Folgende Beispiele hierfür können sein:

– Die Auswertungen für mehrere Regionen bzw. Redaktionen bei einer Verlagswebsite.

– Die Auswertungen nach Produktkategorien bei Online-Shops.

Ein weiterer Vorteil von personalisierten Berichten ist die Zusammenfassung der Kennzahlen durch die individuelle Festlegung an Messwerten. Somit können sie direkt aufgerufen werden und sparen Zeit und Nerven für den Nutzer.

Um das alles einmal bildlich zu verdeutlichen, zeige ich euch unseren personalisierten Bericht über unsere Blogbeiträge:

Einstellungen für die Auswertung "Blogbeiträge"
Einstellungen für die Auswertung „Blogbeiträge“

Hier haben wir eine benutzerdefinierte Dimension „Author“ erstellt, mit der wir die Autoren der Beiträge tracken.
Wir wollen in diesem Bericht erfahren, welcher Autor mit welchem Beitrag wieviele Seitenaufrufe erzielt. Außerdem legen wir weitere Messwerte wie die durchschnittliche Lesezeit und die Absprungrate der Beiträge fest.

So erhalten wir mit nur einem Klick, alle gewünschten Informationen über unsere Blogbeiträge.

Doch es gibt noch mehr Möglichkeiten und Vorteile durch benutzerdefinierte Berichte.
So können durch Verknüpfungen die Filtereinstellungen und der Betrachtungszeitraum gespeichert werden.
Angenommen wir wollen stets die Top 10 Beiträge nach der Verweildauer der letzten sieben Tage betrachten. In unserem Beispiel wollen wir alle Beiträge ausschließen, die weniger als 10 Seitenaufrufe erzielten und eine geringere Lesezeit als 30 Sekunden aufweisen.

Zunächst wählen wir den Betrachtungszeitraum „letzte 7 Tage“ aus. Dann lassen wir uns 10 Zeilen anzeigen.

Einstellung des Betrachtungszeitraumes
Einstellung des Betrachtungszeitraumes

Anschließend wählen wir als sekundäre Dimension die „Seite“ aus und klicken auf den Messwert-Tab „Durchschn. Besuchszeit auf Seite“, so dass die Beiträge nun nach der der Verweildauer sortiert sind.

Zum Schluss erweitern wir den Filter wie folgt:

Filtereinstellung erweitern
Filtereinstellung erweitern

So wie unser Beispielbericht nun eingerichtet ist, kann er durch eine Verknüpfung gespeichert werden und jederzeit mit allen ausgewählten Einstellungen aufgerufen werden. Hierzu einfach oben auf Verknüpfung klicken, dem Bericht einen aussagekräftigen Namen geben – fertig!

Bericht verknüpfen
Bericht verknüpfen
Benennung des verknüpften Berichtes
Benennung des verknüpften Berichtes

Viel Spaß beim Erstellen eurer eigenen Berichte mit euren auserwählten Dimensionen, Messwerte und Filtereinstellungen!

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