Facebook Analyse und Tipps zur Optimierung von Beiträgen

Jedes Unternehmen kann die eigenen Inhalte und deren Wirksamkeit auf Facebook analysieren und daraufhin optimieren. Dazu braucht es keine große Mannschaft oder exorbitant viel Zeit. Heute zeige ich euch ein paar erste Tipps.

Im Grunde geht es immer um die Relevanz von Beiträgen, denn Facebook sortiert diese anhand ihrer Relevanzbewertung in unseren News Feed ein.
Diese Bewertung geschieht bei jedem Login von Neuem und live gemessen an diversen Faktoren.

Zielgruppenanalyse

Im Marketing geht es im Kern darum seine Zielgruppe bzw. Zielgruppen zu kennen und entsprechend abgestimmte Inhalte zu produzieren. Facebook bietet einige Statistiken, die man sich dafür zu Rate ziehen kann.

Die Seitenstatistik gibt Aufschluss über die demografische Zusammensetzung der Fans, Abonnenten und erreichten Personen auf Facebook.

Statistiken Facebook Seite

In den sogenannten Zielgruppenstatistiken im Business Manager von Facebook kann man sich weitere Informationen ziehen. Darunter sind Angaben zur Aktivität auf Facebook, Beziehungsstatus, Berufsbezeichnung und Bildungsgrad. Ebenfalls werden die Wohnorte, genutzte Geräte, Sprachen und Länder aufgeschlüsselt.

Zielgruppenstatistik Facebook

Sehr interessant und hilfreich sind die “Gefällt mir” – Angaben der Zielgruppe. Hier werden die größten Gemeinsamkeiten unter den Nutzern aufgelistet und helfen die Zielgruppe besser zu verstehen. Zusätzlich können diese Angaben Inspiration für Kooperationen mit anderen Seiten/Unternehmen sein, oder für zukünftige Inhalte und Anknüpfungspunkte.
Denn einer der relevanten Faktoren für die Relevanzbewertung ist die Beziehung zwischen Absender und Nutzer. Umso öfter ein Nutzer mit Beiträgen einer Seite interagiert, desto interessierter gilt er und desto öfter werden ihm Beiträge ausgespielt in der Annahme sie seien besonders relevant für ihn. Dieser Ansatz kann genutzt werden bei Kooperationen mit anderen Seiten, die von der Zielgruppe “geliked” werden. Bei Verlinkung von solchen Partnern steigt die Relevanz und somit die Wahrscheinlichkeit bei den Nutzern im Newsfeed zu landen. Diese Kooperationen werden auch Branded Content genannt, worüber Anna einen Beitrag geschrieben hat.

An dieser Stelle muss aber darauf hingewiesen werden, dass alle Aufschlüsselungen davon abhängig sind, dass die Nutzer diese Angaben machen und das auch wahrheitsgemäß. Eine 100-prozentige Aussagekraft haben die Ergebnisse also nicht. Zudem ist es Facebook manchmal nicht möglich Aufschlüsselungen zu machen, da es in der eingegrenzten Zielgruppe zu wenig passende Angaben gibt. Dies geschieht unter anderem aus Datenschutzgründen, weil man sonst auf die Idee kommen könnte gezielt einzelne Personen analysieren zu wollen.

In den Zielgruppenstatistiken ist es übrigens möglich entweder alle Nutzer auf Facebook zu analysieren, nur die eigenen Fans zu betrachten oder gespeicherte Zielgruppen näher zu beleuchten.

Facebook Pixel nutzen

Facebook bietet weitere Details zur Auswertung an durch die Installation des Facebook Pixels auf der eigenen Webseite. Dadurch lassen sich Informationen vom Verhalten auf der Webseite mit den Facebook Informationen verbinden, um weitere Einblicke in die Zielgruppen zu erhalten. Darüberhinaus kann man mithilfe des Facebook Pixels effektive Remarketing Anzeigen schalten, die gezielt an Facebook Nutzer ausgesteuert werden. Beispielsweise an solche, die vor Kurzem auf der Webseite waren und ihren Kauf nicht abgeschlossen haben. Einen ausführlicheren Beitrag zum Thema Remarketing findet ihr hier: Remarketing/Retargeting

Beitragsanalyse

Die Relevanz bezieht sich natürlich auch auf das Alter des Beitrags, also wann er gepostet wurde und auf dessen Inhalt. Die jeweilige Präferenz der Zielgruppen lassen sich in der Seitenstatistik analysieren. Hier findet man Angaben zu den besten Beiträgen, welche Inhalte am Besten funktionieren, wie oft und lange Videos angesehen werden und sogar zu den Onlinezeiten der Zielgruppe. Ableiten lässt sich also wunderbar wann ein Beitrag am Besten gepostet werden und welchen Inhalt er haben sollte, um viel Reichweite und Interaktionen zu erzielen. Interaktionen sind ebenfalls ein kritischer Faktor für die Relevanzbewertung. Umso mehr Interaktionen (Kommentar, Gefällt mir, Teilen) ein Beitrag hat, desto relevanter wird er von Facebook bewertet. Negative Reaktionen, wie Meldungen von Beiträgen an Facebook wirken hingegen sehr nachteilig.

Ein guter Beitragsmix ist zudem auch wichtig. Es empfiehlt sich eine Mischung aus Service, Conversion (Anschlusshandlungen, wie Kauf) und Insights zum Unternehmen anzubieten.
Zudem heißt es oft Probieren geht über Studieren. Am Besten testet man ein wenig mit verschiedenen Ansprachen und Bildwelten, um herauszufinden welche Inhalte für die Zielgruppe funktionieren.

Boost Post -was bringt das?

Facebook bietet weiterhin die Möglichkeit Beiträge zu verlängern über die „Boost Post“ Funktion. Damit lassen sich Beiträge weiter streuen und mehr Interaktionen sammeln.
Wie bei Werbeanzeigen auch, wird hier eine Zielgruppe und Budget definiert. Der „Boost Post“ ist anschließend auch im Power Editor und Werbeanzeigenmanager von Facebook zu finden.
Das Ziel lässt sich leider nicht einstellen, da Boost Post generell das Ziel Engagement haben. Ein anderes Ziel, wie beispielsweise das Maximieren von Link-Klicks oder Markenbekanntheit, kann somit nicht verfolgt werden. Weiterhin
ist auch die Definition der Zielgruppe etwas eingeschränkt, da sich Interessen nicht verknüpfen lassen. Man kann also nur „entweder, oder“ Verknüpfungen vorgeben und keine „und“ Verknüpfungen. Die eigenen Fans kann man ebenfalls nicht explizit ausgrenzen oder einschließen.
Für vereinzelte Artikel-Verlängerungen und Engagement eignet sich die „Boost Post“ Funktion wunderbar. Für alle weiteren Ziele sollte man sich dann mit dem Power Editor oder Werbeanzeigenmanager von Facebook beschäftigen.

Weitere Tipps für Facebook Seiten

  • Nutzt euer Logo als Profilbild
  • Beachtet, dass das Format von Profil- und Titelbild richtig ist und nichts abgeschnitten wird
  • Beschriftet gepostete Bilder, damit in der Galerie Informationen nicht fehlen
  • Gebt bei jedem Post alle wichtigen Informationen mit
  • Probiert euch aus und schaut was andere machen
  • Seid ihr durch die Analyse eurer Zielgruppen und Beiträge vielleicht schon einmal auf unerwartete Ergebnisse gestoßen? Oder habt tolle Ergebnisse mit „Boost Post“ erzielen können? Schreibt es gerne in die Kommentare.

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