Das 1×5 des App-Marketing

„Herkömmliche Handys werden weitgehend durch Smartphones ersetzt.“

Diese Voraussage von BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf hat sich seit der Einführung des IPhones in Deutschland im Jahr 2007 zur Realität entwickelt. Fast 70 Prozent aller verkauften Mobiltelefone sind heutzutage Smartphones.

Mit der zunehmenden Verbreitung von Smartphones gewinnt das Thema Mobile Marketing, besonders für Unternehmen der Medienbranche, zunehmend an Bedeutung. Bei mehr als 900.000 verfügbaren Apps, allein in Deutschland, ist es für Unternehmen eine große Herausforderung zwischen dieser Vielzahl von Angeboten überhaupt wahrgenommen zu werden. Deshalb sind Werbeformen gefragt, die im besonderen Maße auf diese Situation zugeschnitten sind.


1 Präsentation im AppStore
Zu der Präsentation im AppStore gehören ein ansprechendes Bild und eine kurze aber aussagekräftige Beschreibung der Funktionen. Dieser Text sollte in regelmäßigen Zeitabständen überprüft und gegebenenfalls aktualisiert werden. Möglichkeiten zur Aktualisierung des Textes sind zum Beispiel die Erreichung einer bestimmten Zahl an Downloads oder eine positive Erwähnung der App in einer Fachzeitschrift. Auch die eingestellten Screenshots sollen die Funktionen der App noch anschaulicher darstellen. Außerdem wird die URL der Website und die URL der Facebook-Seite angegeben, um möglichst viele Besuche auf den entsprechenden Seiten zu erhalten.

APP


2 E-Mail Marketing
Bevor mit dem E-Mail Marketing begonnen werden kann, müssen zuerst E-Mail Adressen generiert werden. Der E-Mail Verteiler setzt sich im Normalfall aus selbst gesammelten E-Mail Adressen zusammen. Diese können aus bereits abgeschlossenen App-Projekten stammen. E-Mail Adressen können aber auch von Händlern zugekauft oder gemietet werden. Dies erhöht die Reichweite des Newsletters, aber auch die Kosten. Ein Vorteil des E-Mail Marketings ist, dass zu jedem versendeten Mailing ein Reporting bereitsteht. Das Reporting erleichtert die Bewertung der versendeten E-Mail. Auf einen Blick ist zu sehen, wie viel Prozent der Empfänger Interesse an den Inhalten des Newsletters gezeigt haben. Sehr simpel ist das Versenden solcher Mailings mit speziellen Programmen, wie beispielweise Rapidmail. Um möglichst viele Personen anzusprechen, wird besonders Wert auf die Betreffzeile gelegt. Ansprachen mit „jetzt neu“ oder „jetzt gratis“ funktionieren dabei besonders gut. Die Themen des Newsletters sollten variieren, um den Inhalt immer aktuell und interessant zu halten. Der Text des Newsletter wird zusätzlich mit Illustrationen ergänzt, um auch optisch ein ansprechendes Bild zu gestalten. Außerdem wird im Newsletter auch auf die Website und auf die Facebook-Seite hingewiesen.

E-Mail


3 SEO (Search Engine Optimization)
In Deutschland ist Google die meist genutzte Suchmaschine. Über 90% aller Suchanfragen werden über Google getätigt. Deshalb ist es sinnvoll, die Suchmaschinenoptimierung speziell an die Anforderungen von Google anzupassen. Wie genau Google auswählt, welche Seiten ganz nach oben kommen ist nicht bekannt. Es wird aber davon ausgegangen, dass dabei folgende Punkte eine Rolle spielen: Qualität der Textinhalte, Auswahl der Keywords, Gliederung der Seite, Einbindung von Videos und Bildern, Verlinkungen und die Programmierung der Seite. Zur Optimierung der Website können SEO-Plugins wie zum Beispiel „Yoast“ installiert werden. Wird eine neue Seite oder ein neuer Artikel veröffentlicht, wird die Seitenübersicht aktualisiert und Google wird über die Änderungen automatisch informiert.

SEO


4 SEA (Search Engine Advertising)
Auch hier liegt das Augenmerk auf dem Suchmaschinenriesen Google. Über das Tool Google AdWords können Anzeigen erstellt werden, die sich auf spezielle Keywords beziehen. Wird in der Google-Suche nach diesen Keywords gesucht, dann wird die eigene Seite bei den Suchergebnissen eine bessere Stellung erhalten. Für das App-Marketing ist besonders interessant, dass Google AdWords auch für mobile Geräte geschalten werden können. Es kann eine Anzeige erstellt werden, die ausschließlich auf einem Smartphone oder Tablet angezeigt wird. Diese Anzeige kann den Nutzer entweder auf die Website der App oder direkt in den AppStore leiten. Bei der Erstellung der Google AdWords-Anzeigen muss ein Preis, der sogenannte Cost-per-Click angegeben werden. Dieser wird nur fällig, wenn der Nutzer auf die Anzeige klickt, nicht wenn diese nur angezeigt wird. Die Anzeigen, die bei den Nutzern besonders gut ankommen, werden von Google automatisch öfter ausgespielt.

SEA


5 Social Media
Durch das Aufkommen der Social Media Plattformen hat sich auch die Markenkommunikation der Unternehmen geändert. Die Kommunikation in Echtzeit und die direkte Interaktion mit dem User sind in den Mittelpunkt des Marketings gerückt.

Social Media

Foren und Blogs sind für die Kommunikation mit dem Nutzer besonders bedeutend. Wenn sich ein Kunde über ein Produkt informieren möchte, tut er dies häufig in Blogs und Foren, in denen meist besonders detaillierte Beschreibungen zu finden sind. Deswegen werden Foren und Blogs bei den Suchergebnisseiten von Google besonders weit oben angezeigt. Es gibt die Möglichkeit selbst ein Forum oder einen Blog zu gründen und so in Verbindung mit den Nutzern zu treten. Aber auch das Posten fundierter Beiträge in schon vorhandenen Blogs und Foren sind eine gute Werbemaßnahme.

Twitter ist eine sogenannte Mikroblogging Plattform und damit ein besonderes Beispiel. Hier hat man die Möglichkeit Kurznachrichten, sogenannte Tweets, mit Personengruppen zu teilen. Außerdem kann auf Twitter eine eigene Seite für die App erstellt werden, über die man in ständigem Kontakt mit den Nutzern bleiben kann. Diese können dann in Echtzeit über Neuigkeiten und Veränderungen der App informiert werden.

Facebook hat in Deutschland bereits 26.000.000 registrierte Nutzer.
Das Erstellen einer Facebook-Fanseite ist eine gute Möglichkeit, die eigene App nach außen zu präsentieren und eine Fangemeinde aufzubauen. Das Erstellen einer Facebook-Fanseite geht sehr schnell und ist vollkommen kostenlos. Wie bei Twitter können auch bei Facebook Neuigkeiten und Informationen jederzeit mit den Fans der Seite geteilt werden.
Ein Vorteil von Facebook gegenüber Twitter ist die Möglichkeit zur Einbindung von Fotos und Videos. Gerade bei dem Vertrieb einer App ist es sehr wichtig, die Funktionalitäten der App vorzustellen und dafür sind Videos eine sehr gute Möglichkeit. Die Fans einer Seite werden rund um die Uhr über alle Aktivitäten der Seite informiert. Um Fans für die Seite einer App zu generieren gibt es verschiedene Möglichkeiten: Offline kann immer und überall auf das Bestehen der Facebook Seite hingewiesen werden, die Facebook URL kann zum Beispiel auf Visitenkarten oder Flyer gedruckt werden. Online kann die Seite von Nutzern gefunden werden, die nach bestimmten Interessen oder direkt nach dem Namen der App suchen. Desweiteren gibt es die Möglichkeit kostenpflichtige Anzeigen zu schalten. Bei diesen Anzeigen kann die Zielgruppe nach Alter, Geschlecht und Interessen gefiltert werden. So bietet Facebook die Möglichkeit einer zielgruppengenauen Ansprache.

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