Checkliste „Marken- & Domain-Änderung“ – daran solltet ihr denken

Du willst oder musst Deine Marke und damit meist auch Deine Internetadresse ändern? Das wird kein Vergnügen, so viel mal vorweg. Damit Du aber möglichst an alles denkst, haben wir hier mal eine (sicher nicht vollständige) Checkliste zusammengestellt mit Dingen, an die Du denken solltest.

Es kann vielfältige Gründe geben, warum man seine Marke und damit meist auch seine digitale Kommunikation ändern möchte oder muss. Und wenn ihr an dem Punkt seid, ist gute Vorbereitung alles. Wir hatten gerade so einen Fall und teilen hier gerne unsere Checklisten mit euch in der Hofffnung, euch im Falle eines Falles das Leben etwas leichter zu machen.
Denn es steht viel auf dem Spiel: allem Voran der Trust bei Google, die hart erarbeiteten organischen Platzierungen in der Suche und alles, was man sich so über die Jahr aufgebaut hat an digitalem Profil.

URL – eine neue Internetadresse

Steht ganz oben auf unserer Liste, denn wenn man sich für einen neuen Namen entscheidet, muss man immer auch an die dazu passende Internetadresse denken. Und die zu finden ist garnicht so einfach – fast alles ist schon vergeben. Und die neuen, exotischen Endungen (Top Level Domains) sind in den Zielgruppen meist nicht bekannt und die Klassiker *.de, *.com usw. sind meist schon vergeben.
Wir benötigen zudem idealerweise neues URL-Universum in allen verschiedenen Schreibweisen: Singular, Plural, mit Bindestrichen, in einem Wort, mit & ohne Umlaute, die gängigen Endungen wie .de und .com

Wichtig sind die URL-Weiterleitungen (Redirects) – damit Google und andere auch mitbekommen, dass sich eure URL geändert hat. Arbeitet dazu bitte unbedingt mit einem 301 Redirect, der das Vertrauen von Google weiter vererbt an die neue Seite. Mit neuer Domain benötigt ihr dann auch ein neues SSL-Zertifikat und meist auch neue E-Mail-Adressen!

Neues Design:

  • neues Logo für: Website, Social Media, Favicon

Änderungen auf der Internetseite:

  • Logo tauschen
  • Favicon tauschen
  • Unternehmensname in Adressen ändern, auch Mail-Adressen
  • alle Texte lesen und anpassen, insbesondere auch Rechtstexte wie Impressum & Datenschutz
  • Kontaktformular ändern
  • interne Verlinkungen kontrollieren, ggf. „Suchen und Ersetzen“ in der Datenbank
  • eingebettete Karten wie Google Maps austauschen

Messen & kontrollieren:

  • Google Analytics (oder vergleichbare Dienste): Domains ändern/umstellen, ggf. Ziele neu einrichten, Spam-Filter anpassen
  • Google Search Console: neue URLs verifizieren, neue Sitemaps einreichen
  • Bing Webmaster Tools: neue URLs verifizieren, neue Sitemaps einreichen
  • SEO-Tools wie onpage.org, Sistrix & Co

Marketing, Werbung, eCommerce:

  • Google Adwords: Anzeigentexte und Landeseiten updaten
  • Google Merchant Center: Konto aktualisieren, neue Produktdaten-Feeds einreichen
  • Idealo: Datenfeed-URLs ändern, Konto aktualisieren
  • weitere Marktplätze, Preisvergleichsplattformen: neues Logo, Daten & Feeds anpassen
  • Trusted Shops: Domain-Änderung, neues Logo, Kontaktdaten, ggf. erneute Überprüfung des Shops
  • Händlerverzeichnisse von Herstellern updaten

Profile im Netz updaten:

  • Google My Business
  • Here Maps
  • Bing Maps
  • Yelp
  • Youtube
  • Google+
  • Facebook
  • Pinterest
  • Instagram
  • Cylex
  • Gelbe Seiten
  • tausend weitere Branchenbücher, in denen man steht – ob man will oder nicht
  • Profile in Foren und auf Websites

ECommerce: Payment-Gateways

  • Paypal/Paypal Plus: Logo, Adressen, E-Mail-Adressen, API, Rückleitungs-URLS, Website-Links usw.
  • Amazon Payment: Logo, Adressen, E-Mail-Adressen, API, Rückleitungs-URLS, Website-Links usw.
  • sofortueberweisung.de: Logo, Adressen, E-Mail-Adressen, API, Rückleitungs-URLS, Website-Links usw.
  • Stripe
  • weitere Payment-Lösungen

Diese Liste ist sicher nicht komplett – aber hilft Dir hoffentlich dabei, möglichst nichts zu übersehen. Wenn Du noch Ergänzungen hast freuen wir uns über Hinweise in den Kommentaren!

Alle Beiträge von Stephan

Unsere meistgelesenen Beiträge

Vier Jahre Chromebook: Ein Erfahrungsbericht

Google Chromebook
|
Gute 25 Jahre PC-Nutzung - von Anfang an mit Windows. Dann raucht im wahrsten Sinne des Wortes mein teures und gar nicht so altes Lenovo-Notebook ab. Und ich bestelle mir einfach ein Chromebook und bin schneller weg aus der Windows-Welt, als ich es für möglich gehalten hätte. VierJahre ist das nun her - und ich habe zwischendurch immer wieder über meine Erfahrungen mit dem Chromebook berichtet.